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EMC, Uni Siegen und Krönchenstadt-Krankenhäuser
Gemeinsamen Weg eingeschlagen

Das „Erasmus Medical Center“, kurz EMC, in Rotterdam.
  • Das „Erasmus Medical Center“, kurz EMC, in Rotterdam.
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sz Siegen/Rotterdam. Das Erasmus Medical Center Rotterdam, die Universität Siegen und die vier Kliniken der Krönchenstadt möchten ihre Zusammenarbeit weiterhin ausbauen. Dazu unterzeichneten sie jetzt in Siegen eine Kooperationsvereinbarung.

Bereits seit längerem arbeiten die heimische Hochschule, das Erasmus Medical Center (Erasmus MC) Rotterdam und die vier Kliniken im Rahmen des Modellvorhabens „Medizin neu denken“ zusammen. „Wir machen nun den nächsten Schritt in den Beziehungen zwischen Siegen und Rotterdam. Das ist ein wunderbarer Moment“, sagte Prof. Dr. Hans van Leeuwen, Dekan des Erasmus MC, bei der Vertragsunterzeichnung im neuen Senatsaal der Universität Siegen.

sz Siegen/Rotterdam. Das Erasmus Medical Center Rotterdam, die Universität Siegen und die vier Kliniken der Krönchenstadt möchten ihre Zusammenarbeit weiterhin ausbauen. Dazu unterzeichneten sie jetzt in Siegen eine Kooperationsvereinbarung.

Bereits seit längerem arbeiten die heimische Hochschule, das Erasmus Medical Center (Erasmus MC) Rotterdam und die vier Kliniken im Rahmen des Modellvorhabens „Medizin neu denken“ zusammen. „Wir machen nun den nächsten Schritt in den Beziehungen zwischen Siegen und Rotterdam. Das ist ein wunderbarer Moment“, sagte Prof. Dr. Hans van Leeuwen, Dekan des Erasmus MC, bei der Vertragsunterzeichnung im neuen Senatsaal der Universität Siegen. „Wir sind sehr froh über diese Kooperation und hoch motiviert, gemeinsam mit dem Erasmus MC und den Kliniken an neuen Ideen für die Zukunft der Medizin zu arbeiten. Denn das ist der Kern von unserem Modellvorhaben“, sagte Prof. Dr. Holger Burckhart, Rektor der Universität Siegen.

Für zwei Tage war eine Delegation des Erasmus MC um Dekan Prof. van Leeuwen nach Siegen gereist. Gemeinsam diskutierten die Partner Details der Zusammenarbeit. Ein wichtiger Teil ist die Beratung durch das EMC bei der Weiterentwicklung der Lebenswissenschaftlichen Fakultät (LWF) der Uni Siegen und dem Angebot von Ausbildungsprogrammen im Bereich Gesundheitswissenschaften. Das Profil der LWF ist inspiriert und modelliert nach dem Profil der Erasmus MC, aber fokussiert auf medizinnahen Ausbildungen. Prof. Jaap Verweij hat als Gründungsdekan der LWF die Grundlagen dafür geschaffen. Der renommierte Onkologe und ehemalige Dekan des Erasmus MC bildet den zentralen Ankerpunkt für die Zusammenarbeit mit Rotterdam.

Geplant ist weiterhin die Entwicklung von Zusatzmodulen – zum einen für Erasmus MC -Studierende in Siegen, zum anderen für Siegener Studierende in Rotterdam. Die gemeinsame Antragstellung für europäische Forschungsprogramme ist ebenso Teil der Kooperation.

Die Siegener Kliniken kooperieren mit Rotterdam bei der Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern. Die Medizin-Studierenden des Erasmus MC können im Rahmen ihres Studiums praktische Erfahrungen sammeln und einen Teil des „Praktischen Jahrs“ (PJ) in Siegen absolvieren. Perspektivisch sind auch Hospitationen niederländischer Studentinnen und Studenten in den Hausarztpraxen der Region möglich. Für die Siegener Kliniken unterzeichneten Bertram Müller (Kreisklinikum Siegen), Dr. Josef Rosenbauer (Diakonie in Südwestfalen), Stefanie Wied (DRK-Kinderklinik) und Hans-Jürgen Winkelmann (Marien-Gesellschaft Siegen) die Kooperationsvereinbarung.

„Das Erasmus MC Rotterdam ist eine der führenden medizinischen Institutionen und zählt zu den renommiertesten Einrichtungen weltweit. Wir sind sehr stolz auf diese Kooperation, gerade weil Rotterdam seit langem für stetige Innovationen im Bereich der medizinischen Versorgung, der Ausbildung, aber auch der interdisziplinären Forschung steht“, sagte Prof. Dr. Christoph Strünck, der im November von Prof. Jaap Verweij das Amt des Gründungsdekans der LWF an der Universität Siegen übernommen hat.

Die Schnittmenge zwischen den Kooperationspartnern schätzt auch Prof. van Leeuwen. „In den Niederlanden stehen wir vor den gleichen Herausforderungen wie in Deutschland. Wir haben ebenfalls ländliche Regionen und fragen uns, wie wir uns in der Medizin für die Zukunft aufstellen können, wie wir die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten strukturieren“, sagte der Dekan des Erasmus MC.

Er stellte die Gemeinsamkeiten der Partner heraus: „Es geht uns in Rotterdam nicht nur um die Entwicklung und Nutzung neuer digitaler Technologien. Es geht uns auch um die Menschen, denn sie müssen digitale Tools auch nutzen wollen. Außerdem sind uns sozial-ökonomische Aspekte wichtig, die High-Tech-Medizin müssen alle nutzen können, nicht nur vermögende Personen. Wir sind hier voll auf einer Linie.“

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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