Gemeinschaftsgeist und Bürgersinn

Freiwillige Feuerwehr Bürbach existiert seit 75 Jahren / Höhen und Tiefen durchschritten

Bürbach. Ein Dreivierteljahrhundert liegt die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Bürbach nunmehr zurück, erhalten hat sich der Gedanke des Helfens in Not und Gefahr. »Die Kameraden der Löschgruppe«, schreibt Siegens Stadtbrandmeister Bernd Schneider in seinem Grußwort zum 75-jährigen Bestehen, »haben berechtigten Grund, dieses Jubiläum zu feiern, denn sie haben in all den Jahren ihres Bestehens in echtem Gemeinschaftsgeist und Bürgersinn die Aufgaben des Brandschutzes in uneigennütziger Weise gemeistert.«

Einer, der sich den Bürbacher Floriansjüngern eng verbunden fühlt – durfte er doch schon beim Fußball-Ortsturnier das Trikot des Feuerwehr-Teams überstreifen – ist Schirmherr Werner Schulze. Sich auf die sorgfältig aufgearbeitete Festschrift beziehend, erinnert er in seinem Grußwort an die bescheidenen Anfänge unter schwierigen Bedingungen: »25 Bürger begannen vor 75 Jahren mit einer Handdruckspritze und insgesamt spärlicher Ausrüstung das »Unternehmen« Freiwillige Feuerwehr Bürbach. Wahrlich ein Beispiel für Verantwortung, Einsatz und Opferbereitschaft zum Schutz der Gemeinschaft, wie wir uns dies für die heutige Zeit nur schwer vorstellen können.«

Heute ist die Löschgruppe unter Führung von Hartmut Michel gut gewappnet für Einsätze und zudem ein längst nicht mehr wegzudenkender Bestandteil in der Bürbacher Dorf- und Vereinsgemeinschaft.

Bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Bürbach im damaligen Amt Weidenau gewährleistete eine Pflichtwehr den Feuerschutz. Als Gerätehaus diente ein Schuppen auf dem Marktplatz. Die Geburtsstunde der »Freiwilligen« schlug am 27. März 1926 in der alten Schule (1962 abgerissen); Hauptinitiatoren waren die Brüder Emil und Gustav Hoof. 1927 erhielt die Gemeinde eine Sirene, vorher erschallte bei Übungen und Bränden das Feuerhorn. Mit Hilfe von Rollen wurde das Gerätehaus 1928/29 an die Obere Dorfstraße transportiert, erweitert und mit einem Steigerturm versehen.

Der Zweite Weltkrieg riss tiefe Lücken in die Reihen der Feuerwehr. Am 1. Januar 1946, ist in der Chronik nachzulesen, besaß die Löschgruppe nur noch einen Stamm von 13 Mann. Ein neuer Zeitabschnitt kündigte sich zunächst 1955 mit dem Erhalt eines gebrauchten, einachsigen Anhängers mit eingeschobener Tragkraftspritze und spätestens 1962 mit der Übernahme eines Ford Transits samt Tragkraftspritze an. In den darauf folgenden Jahren verbesserte sich zweierlei: die Techniken zur Brandbekämpfung ebenso wie die Aus- und Weiterbildung der Einsatzkräfte.

»Am 1. Juli 1966«, weiß der Chronist zu berichten, »wurde die Freiwillige Feuerwehr Bürbach aus dem Löschverband des Amtes Weidenau herausgelöst und kam zur neuen Feuerwehrfamilie der vergrößerten Stadt Siegen. Der Zusammenschluss brachte bald Vorteile: 1967 die Renovierung des Gerätehauses und ein Löschfahrzeug Typ LF8.«

Ein neues Gerätehaus wurde im November 1977 feierlich seiner Bestimmung übergeben. Dem damaligen Oberbürgermeister Friedemann Keßler oblag es, ganz offiziell die Tür zum neuen Domizil zu öffnen. Umbau- und Erweiterungswünsche setzten die Bürbacher ab Oktober 1999 in die Tat um. Nach 3613 Arbeitsstunden stellte die Löschgruppe ihr »neues« Gerätehaus rechtzeitig zum Jubiläum im Juni dieses Jahres offiziell vor (die SZ berichtete).

Veränderungen gab es im Jubiläumsjahr indes nicht nur baulicher, sondern auch struktureller Art. So wurden mit Jahresbeginn die Ausrückbereiche (Wachbezirke) neu geordnet. Zusammen mit Fludersbach, Hain und Hammerhütte bildet die LG Bürbach nunmehr den Löschzug 6. Geblieben sind Kameradschaft und die Bereitschaft, in Not geratenen Mitbürgern uneigennützig zur Seite zu stehen – getreu dem Wahlspruch der Feuerwehr: »Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr«.

ph

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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