Gericht verbietet wilde Wisente

Die Wisente dürfen nach einem ersten Urteil nicht mehr frei herumlaufen. Archivfoto: Dirk Manderbach

sz -  Es ist ein erster Rückschlag für das Wittgensteiner Wisent-Projekt: Das Amtsgericht in Schmallenberg hat am Donnerstag die Auswilderung der Herde im Rothaargebirge verboten - zumindest was den Wald von Hermann-Josef Vogt aus Oberkirchen angeht. Der Waldbesitzer aus dem Sauerland hatte geklagt, da er es nicht mehr hinnehmen wollte, dass die Wisente die Rinde seiner Bäume anknabbern. Der Trägerverein des Projektes kann in Berufung gehen, aber die zwischenzeitlich ausgesetzte Einstweillige Verfügung, nach der die Herde den Wald des Klägers nicht betreten darf, gilt nun wieder. Allerdings: Die Zwangsvollstreckung ist gegen eine Sicherheitsleistung weiter aufgehoben. Friedrich Freiherr von Weichs, der Rechtsanwalt des Klägers, sprach in einer ersten Reaktion von „einer gewonnen ersten Halbzeit - und zwar zu null“. Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann, der Vorsitzende des Trägervereins, zeigte sich zwar „ein Stück weit enttäuscht“, dennoch biete das Berufungsverfahren nun die Gelegenheit, die Frage der Schälschäden abschließend zu klären.

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