Gesamtverein sucht Leitbild

 Das Vereinsareal des TuS Erndtebrück ist in den vergangenen Jahren beträchtlich gewachsen. Künftig will der neue Gesamtvorsitzende Harald Wittig den Verein auch strukturell wachsen lassen – und damit optimieren. Foto: tika
  • Das Vereinsareal des TuS Erndtebrück ist in den vergangenen Jahren beträchtlich gewachsen. Künftig will der neue Gesamtvorsitzende Harald Wittig den Verein auch strukturell wachsen lassen – und damit optimieren. Foto: tika
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tika - Es ist ein Prozess, der die Strukturen des TuS Erndtebrück tiefgreifend verändern könnte. In jeder Hinsicht. „Wir müssen uns Gedanken über unsere Zukunft machen“, konstatierte Harald Wittig am Montag auf SZ-Anfrage. Seit diesem Geschäftsjahr ist Wittig der Vorsitzende des Gesamtvereins – und will dem Club aus dem Pulverwald ein neues Leitbild verschaffen. Der Prozess ist noch am Anfang, die Planungen sind allerdings längst konkret. Bereits an diesem Dienstagabend empfängt der Vereinsvorstand die Abteilungsleiter und -vertreter, um über das langfristig angelegte Projekt zu informieren.

„Ich habe am Tag meines Amtsantritts bewusst gefragt: Quo vadis, TuS Erndtebrück? Wir wissen nicht, wo das große TuS-Schiff derzeit hintreibt und wohin es treiben soll“, erklärte der Vereinschef. Bereits Anfang November hat die Clubspitze ein mehrstündiges Gespräch mit Vereinsberater Friedel Gaidt – vermittelt durch den Landessportbund Nordrhein-Westfalen – geführt. „In den vergangenen Jahren ist dieser Verein mehr verwaltet als innovativ gestaltet worden. Wir haben festgestellt, dass wir alleine nicht weiterkommen. Wir haben viele Baustellen, daher haben wir uns jemanden an die Seite geholt, der als Mediator helfen soll“, berichtete Wittig. Insgesamt fünf Arbeitsfelder hat der Vorstand mit dem Berater zunächst erarbeitet.

Dabei soll es um die mittel- und langfristige Zukunft des Vereins gehen, die Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand und den Abteilungen sowie zwischen den Abteilungen, um den Aufbau und die Sicherung des Nachwuchses, das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Stärkung des „Wir-Gefühls“ gehen. Themenpakete, für die Wittig am Anfang des neuen Jahres Arbeitsgruppen bilden will. Themenpakete, die vor allem aber auf die Gesamtstruktur des knapp 1300 Mitglieder und 13 Abteilungen starken Vereins zielen.

„Wir brauchen dringend ein Leitbild. Die Frage ist doch, was in fünf oder zehn Jahren ist. Die Frage ist, was wir wollen und wohin es gehen soll“, erklärte der Vereinschef seinen Vorstoß. Und hob dabei vor allem eines hervor: „Der Ausgang dieser Überlegungen und dieses Prozesses ist noch völlig offen. Es kann sein, dass wir den Verein hin zu mehr Breitensport entwickeln, es kann aber auch sein, dass wir grundsätzlich nichts in dieser Hinsicht verändern“, konstatierte Wittig. Mehr Breitensport allerdings langfristig gleichsam weniger Professionalität. Doch auch davor will sich der TuS-Vorsitzende nicht verschließen. „Es gibt natürlich Sportarten, die auf den Prüfstand gehören, denn letztlich stellt sich immer die Frage nach dem Bedarf und den Kosten“, erklärte der Erndtebrücker.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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