Geschlechtsteil im Büro gezeigt

Einem 48-Jährigen werden exhibitionistische Handlungen und Nötigung vorgeworfen. Symbolbild: sz

jak - Die ersten Stunden der Neuauflage des Prozesses gegen einen 48-jährigen ehemaligen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit waren am Dienstag ein Spiegelbild der ersten Auflage, die auf Grund von Terminschwierigkeiten und der Erkrankung des Verteidigers nicht abgeschlossen werden konnte. Am Dienstag startete der zweite Versuch, bei dem die erste große Strafkammer des Landgerichts Siegen die Geschehnisse im Hilchenbacher Rathaus aus den Jahren 2009 und 2010 beleuchten möchte.

Dem Angeklagten werden exhibitionistische Handlungen und Nötigung vorgeworfen, weil er zwei Frauen sein gepierctes Geschlechtsteil gezeigt haben soll. Der Staatsanwalt Markus Rau spricht in seiner Anklage davon, dass der Angeklagte die Bürotür seines Dienstzimmers im Hilchenbacher Rathaus abgeschlossen habe, um eine 28-Jährige anschließend mit sexuellen Äußerungen zu belästigen. Zudem habe er sie geküsst. Anschließend soll er sogar seine Hose geöffnet haben, um zu masturbieren. Das mutmaßliche Opfer soll er zum Hinsehen gezwungen haben.

Nach der Mittagspause kam die zweite mutmaßlich Geschädigte als Zeugin zu Wort, die ebenfalls angab, 2009 das Geschlechtsteil inklusive des Intimschmucks gezeigt bekommen zu haben. Weil es Probleme mit dem Sohn, einem Kunden der Agentur, gegeben habe, habe sie im Dienstzimmer des Angeklagten geweint. Er habe sie mit den Worten getröstet: „Du brauchst nicht mehr weinen. Hiermit kannst du glücklich sein.“ Als er mit seinem Schreibtischstuhl zurück gerollt sei, habe sie durch den offenen Reißverschluss seiner Hose Penis und Piercing gesehen: „Es war ein Ring.“ Der Vorsitzende Richter Wolfgang Münker und der Staatsanwalt nahmen die Hilfe eines Dolmetschers in Anspruch, der exakt der Frage auf den Grund gehen sollte, ob der Penis bereits erigiert gewesen und an welcher Stelle das Piercing angebracht gewesen sei. Im Beisein einer Freundin habe der Angeklagte ihr auch am Telefon berichtet, dass er gerade masturbieren wolle. Die Freundin habe das Gespräch nach einer Beschimpfung beendet. Auch von einem Busengrapscher war die Rede und von diesem weiteren Wunsch des Angeklagten: „Weißt du was ein ,Dreier’ ist?“

Der Angeklagte machte zu Beginn des Prozesses keine Angaben zur Sache und verfolgte die Zeugenbefragung gebannt. Bereits am Mittwoch um 9 Uhr werden im Saal 165 des Landgerichts Siegen die nächsten Zeugen gehört. Jan Krumnow

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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