Gewerkschaft Verdi hat viel vor

Delegierte bescheinigten Verdi-Bezirksvorstand »gute Arbeit« und eine gute Finanzlage

hmw Weidenau. »Gute Arbeit« und eine gute Finanzlage: Das bescheinigten am Samstagnachmittag 90 Delegierte dem Verdi-Bezirksvorstand Siegen-Olpe anlässlich der zweiten ordentlichen Bezirkskonferenz. Als Gäste begrüßte Bezirksgeschäftsführer Jürgen Weiskirch in der Bismarckhalle Siegens Bürgermeister Ulf Stötzel, Dieter Heimann, Verdi-Landesleitung, den DGB-Vorsitzenden Willi Brase (MdB) sowie Hartwig Durt von der IG Metall Siegen.

Zu den Aufgaben der Bezirkskonferenz gehören das Entgegennehmen des Geschäfts- und Finanzberichtes, Entlastung des bisherigen und neuen Bezirksvorstandes, Wahl der bzw. des Vorsitzenden, der Stellvertretung, der Revisionskommission, überregionaler Mandate sowie die Entscheidung über die künftige Ausgestaltung der gewerkschaftlichen Arbeit. So bescheinigte die Konferenz dem Bezirksvorstand »gute Arbeit«, die Verwaltungsstelle sei das Aushängeschild von Verdi Siegen-Olpe. Allerdings gibt es sinkende Mitgliederzahlen in den einzelnen Fachbereichen. 250 Mitglieder verließen die Gewerkschaft, womit der Stand bei rund 11000 Mitgliedern liegt. Wie zu erfahren war, rangiert Verdi Siegen-Olpe in Hinblick auf die Mitglieder-Entwicklung immerhin noch an 19. Stelle.

Weiterhin wird dem Bezirk eine gute Finanzlage bescheinigt, dem Vorstand wurde mit großer Mehrheit Entlastung erteilt. Es gebe gute Service-Angebote wie u.a. Steuer-Rechtsberatung sowie zur Weiterbildung und Rechtsvertretung. Die Beteiligung an Demonstrationen betrachtet man allerdings als »ausbaufähig« und sieht eine »zunehmende Tarifarbeit«. Kummer macht der Gewerkschaft z.B. die geplante Ausweitung der Ladenöffnungszeiten »rund um die Uhr«, wozu jedoch im Raum Siegen weder kleinere Einzelhandelsgeschäfte noch die städtischen Politiker ihre Zustimmung geben werden, hieß es.

Der 23-köpfige Bezirksvorstand repräsentierte alle Fachbereiche und Personengruppen, die mit großer Mehrheit gewählt wurden. Karl-Adolf Fries wurde zum Bezirksvorsitzenden wiedergewählt und auch Edeltraud Markowitz behält ihre Position als stellv. Bezirksvorsitzende. Sie vertritt den Verdi-Bezirk im Landesbezirk NRW sowie im Gewerkschaftsbeirat auf Bundesebene. Nicht alle Anträge wurden angenommen. Diskutiert wurde in diesem Rahmen über die Abschaffung der Studiengebühren sowie den FH-Zugang zur Universität Siegen. Weiterhin stand die Novellierung der Landespersonalvertretung zur Diskussion, und man wünscht sich eine »Entzerrung« z.B. der Wahlen der Betriebsräte und Schwerbehinderten-Vertretung.

Bedarf besteht auch an »innerorganisatorischer Veränderung« in Verdi – u.a. einem Abbau der Bürokratie durch klare Zuständigkeiten. Die Schwerpunktarbeit und politische Arbeit des Bezirkes soll sich mehr für Mindestlöhne, gegen Gesundheitsreformen und intensiv auch gegen eine Rente erst mit 67 Jahren einsetzen. Als besonders wichtig betrachteten die Delegierten auch eine Verlängerung des ALG I, mit etwas Sorge hingegen eine gewisse »Gewerkschaftsmüdigkeit« unter den jugendlichen Mitgliedern, deren Anzahl im Bereich Telekom, Post- und Gesundheitswesen 550 beträgt.

Hoffnung setzt Verdi Siegen-Olpe auf die geplante »Herzchen-Aktion« in der Altenpflege am 2. Dezember. Auch ein eigener Internet-Auftritt für den hiesigen Bezirk soll in Angriff genommen werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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