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Große Kameras fotografieren Straßen für "Maps"
Google und Apple in der Region unterwegs

Ein Google-Fahrzeug war jetzt für den Online-Kartendienst „Maps“ auch in Siegen unterwegs. Dass die Aufnahmen allerdings jemals öffentlich einsehbar sind, ist mehr als nur fraglich.
  • Ein Google-Fahrzeug war jetzt für den Online-Kartendienst „Maps“ auch in Siegen unterwegs. Dass die Aufnahmen allerdings jemals öffentlich einsehbar sind, ist mehr als nur fraglich.
  • Foto: Skrobisch
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

tika Siegen. Vom Kino zum Bahnhof in Siegen, vom Nordknoten zum Marktplatz in Bad Berleburg, vom Finanzamt zum LWL-Museum in Olpe oder vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium zum Sportplatz in Betzdorf – die Wege sind nicht weit, für Ortsfremde allerdings nicht immer durchschaubar. Ein Blick ins Internet hilft oftmals, um sich Orientierung zu verschaffen.
"Look Around" für die RegionSeit einigen Jahren bietet Google mit seinem Dienst „Maps“ sogar die Möglichkeit, per „Street View“ ganze Strecken virtuell abzufahren. Konkurrent Apple hat mit seinem Pendant und der Funktion „Look Around“ nachgelegt.

tika Siegen. Vom Kino zum Bahnhof in Siegen, vom Nordknoten zum Marktplatz in Bad Berleburg, vom Finanzamt zum LWL-Museum in Olpe oder vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium zum Sportplatz in Betzdorf – die Wege sind nicht weit, für Ortsfremde allerdings nicht immer durchschaubar. Ein Blick ins Internet hilft oftmals, um sich Orientierung zu verschaffen.

"Look Around" für die Region

Seit einigen Jahren bietet Google mit seinem Dienst „Maps“ sogar die Möglichkeit, per „Street View“ ganze Strecken virtuell abzufahren. Konkurrent Apple hat mit seinem Pendant und der Funktion „Look Around“ nachgelegt. Der Anbieter mit dem Apfel-Logo hat das Angebot für Deutschland zwar bislang noch gar nicht freigeschaltet, doch längst sind die Wagen des Weltkonzerns auch in der Bundesrepublik unterwegs – auch in der Region der Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe und Altenkirchen.

Große Kamera auf dem Dache

Erst kürzlich war Google mit seinem markanten Fahrzeug in Siegen unterwegs. Unverkennbar war dabei nicht nur die Werbung auf dem Fahrzeug, sondern auch die große Kamera auf dem Dach, mit denen Google detaillierte Fotos der Umgebung anfertigt. Virtuell fügt das Unternehmen diese dann zusammen, so dass die digitale Fahrt über die Straße möglich ist – unter anderem passierte der Pkw am 22. Oktober auch den Häutebachweg und nahm dabei die Redaktion der Siegener Zeitung ins Visier. Bereits im Juli hatte Google seine Fahrt durch die Bundesrepublik Deutschland gestartet, in diesem Monat beendet der Konzern seine Tour. Dabei fuhren die Fahrzeuge nach Unternehmensangaben auch durch Westfalen, Altenkirchen sowie den Landkreis Marburg-Biedenkopf und den Lahn-Dill-Kreis.

Bislang kein "Street View"-Material vorhanden

Ob die öffentliche Netzwelt die Aufnahmen allerdings jemals zu sehen bekommt, ist mehr als nur fraglich. „Wir wissen, dass das Interesse an unseren Kamera-Autos groß ist. Es sind die selben Autos, welche wir in der Vergangenheit genutzt haben, um Bilder für Street View aufzunehmen. Bei den kommenden Fahrten nutzen wir das Bildmaterial aber nur, um Google Maps zu verbessern und haben keine Pläne, dieses zu veröffentlichen“, teilte der Konzern mit. Allerdings ist in der Region bislang noch keinerlei „Street View“-Material veröffentlicht, möglicherweise auch, weil es bislang nicht vorhanden war. Dies hat sich nun geändert.

Verbesserung der Google-Karten

Ob Google allerdings plant, den Dienst auch in hiesigen Gefilden einzuführen oder aber es bei einzelnen Wegpunkten – der „Photo Sphere“ – bleibt, ist unklar. Eine entsprechende Anfrage der Siegener Zeitung brachte keine Klarheit – sondern nur die Rückmeldung, dass die Fahrten nicht in Verbindung mit „Street View“ stehen, sondern der Verbesserung des Kartenmaterials auf Google „Maps“ dienen. Dennoch dürften Nutzer deshalb von den Rundfahrten profitieren, wenn sie den Online-Kartendienst künftig nutzen. Denn die Aufnahmen sollen helfen, den Dienst zu verbessern. „Jeden Tag nutzen Tausende deutsche User Google Maps, und wir möchten dafür sorgen, dass ihr den Weg zu den Orten findet, wann immer ihr es wollt. Um dies zu schaffen, müssen wir sichergehen, die richtigen Straßennamen, Straßenschilder, Streckenführungen und Informationen über Geschäfte und andere Orte, die für euch von Interesse sind, zu verwenden“, begründet das Unternehmen seine deutschlandweite Rundfahrt.

Apple-Funktion in Deutschland noch nicht verfügbar

Derweil hat fast zeitgleich auch Apple eine großangelegte Rundfahrt durch Deutschland gestartet. Dabei hat der Apfel-Konzern nicht nur Messdaten gesammelt, um den Dienst Apple „Maps“ zu verbessern, sondern auch Fotos für 360-Grad-Straßenansichten angefertigt. Apple war dabei nach eigenen Angaben ebenfalls in den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Olpe und Altenkirchen sowie in den hessischen Nachbarkreisen unterwegs. Die Funktion soll Googles „Street View“ ähnlich sein, ist in Deutschland aber noch nicht verfügbar. Die Tatsache, dass Apple allerdings in der Region unterwegs war, nährt die Hoffnung darauf, dass mit einem Launch des Angebots in Deutschland diese Aufnahmen zur Verfügung stehen könnten – anders als bislang im Google-Dienst. Aber: Apple „Maps“ ist – vollumfänglich – nur für Nutzer des Konzern-eigenen Betriebssystems iOS nutzbar.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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