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Nikolaikirche Siegen
Gottesdienst zum Gedenken an das Sterben im Mittelmeer

Erika Denker (l.) und Juliane Kahm werben für die Aktion.

gro Siegen. Der Bezirksverband der Siegerländer Frauenhilfe lädt am Donnerstag, am Tag der Menschenrechte, um 10 Uhr zu einem besonderen Gottesdienst in die Siegener Nikolaikirche ein. Im Gebet mit Musik und Worten soll unter dem Thema „Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt“ der Toten im Mittelmeer gedacht werden.
Für die Vorsitzende des Bezirkverbandes der Siegerländer Frauenhilfen ist es selbstverständlich, auf die Notlage aufmerksam zu machen: „Es ist so, dass die Zustände auf dem Mittelmeer immer noch schlimm sind. Wir können nicht rumsitzen und warten, bis etwas getan wird. Wir müssen die Seenotrettung zulassen, damit täglich nicht noch mehr Menschen ertrinken.

gro Siegen. Der Bezirksverband der Siegerländer Frauenhilfe lädt am Donnerstag, am Tag der Menschenrechte, um 10 Uhr zu einem besonderen Gottesdienst in die Siegener Nikolaikirche ein. Im Gebet mit Musik und Worten soll unter dem Thema „Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt“ der Toten im Mittelmeer gedacht werden.
Für die Vorsitzende des Bezirkverbandes der Siegerländer Frauenhilfen ist es selbstverständlich, auf die Notlage aufmerksam zu machen: „Es ist so, dass die Zustände auf dem Mittelmeer immer noch schlimm sind. Wir können nicht rumsitzen und warten, bis etwas getan wird. Wir müssen die Seenotrettung zulassen, damit täglich nicht noch mehr Menschen ertrinken.“

1319 Menschen sterben 2019 im Mittelmeer

1319 Menschen fanden nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe im Jahr 2019 den Tod bei dem Versuch über das Mittelmeer nach Europa zu flüchten. In Gedenken an die Verstorbenen und aus Solidarität mit den Helfern beteiligten sich die Frauenhilfen im Siegerland an der Aktion „Tausende Boote falten“, die ursprünglich von der evangelischen Frauenhilfe in Westfalen ins Leben gerufen wurde. Die aus Zeitungspapier gefalteten Boote sollen am Donnerstag auf öffentlichen Plätzen zu sehen sein, um auf den Skandal der zivilen Seenotrettung und die Situation auf dem Mittelmeer aufmerksam zu machen.
Aus diesem Grund werden am Donnerstag 1319 Papierboote auf den Altarstufen der Nikolaikirche ausgestellt. Wer nicht am Gottesdienst teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, die ausgestellten Boote in einem leeren Ladenlokal in der Oberstadt anzusehen.

"United4Rescue" gibt nicht auf

Das Bündnis „United4Rescue“ hatte Anfang 2020 ein Schiff erworben und der Organisation Sea-Watch zur Verfügung gestellt, um die zivile Seenotrettung im Mittelmeer zu stärken. Am 20. September wurde das Schiff von italienischen Behörden in Palermo festgesetzt. Das kirchlich initiierte Bündnis „United4Rescue“ gibt allerdings nicht auf und will bereits 2021 ein neues Rettungsboot, die „SEA-EYE 4“ auf das Mittelmeer befördern, um weiterhin Menschenleben zu retten.
Neben der ev. Nikolai-Kirchengemeinde, die ebenfalls Mitglied im Bündnis „United4Rescue“ ist, engagierte sich auch die Stadt Siegen als Mitglied des Städtebündnisses „Sichere Häfen“ für den Gottesdienst. Bekanntermaßen gehört die Stadt Siegen zu den aktuell 64 deutschen Bündnispartnern der Sicheren Häfen, welches von der Initiative Seebrücke ins Leben gerufen wurde. Im September 2019 hatte der Rat der Stadt Siegen seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, bis zu 50 aus Seenot gerettete Flüchtlinge und Asylbewerber aufzunehmen.
Der Gottesdienst findet unter den Vorgaben der aktuellen Corona Bestimmungen statt. Der Einlass in die Kirche ist nur durch den Eingang Pfarrstraße möglich. Anmeldung wird erbeten unter Tel. (02 71) 2 25 11 oder per E-Mail unter verwaltung@siegerländer-frauenhilfe.de.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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