Großauftrag aus dem Ausland

sz Siegen. Trotz Wirtschaftskrise wird rund um die Uhr gearbeitet: Seit Anfang Juni liefert die Erich Utsch AG Autoschilder „Made in Germany“ in den Irak. Das teilte das Siegener Unternehmen gestern mit. Es hat einen Millionen-Auftrag von der irakischen Regierung erhalten, um den Wiederaufbau der Infrastruktur voranzutreiben.

Bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres unterzeichnete die Utsch AG einen Großauftrag aus dem Ausland. Dieses Mal geht es um mehr als die Lieferung von Autoschildern. Das irakische Zulassungs- und Führerscheinsystem wird rundum erneuert. Utsch stellt die komplette Hard- und Software für die Fahrzeugregistrierung und Führerscheinausgabe im Irak bereit. Hinzu kommen Maschinen und Materialien für die Produktion von einer Million Autokennzeichen, Führer- und Fahrzeugscheinen. Die 20 neuen, hochmodernen Zulassungs- und Prägestellen werden aufgrund der mangelhaften Infrastruktur im Irak über ein Satellitenkommunikationssystem mit der Zentrale in Bagdad verbunden.

Im Oktober 2008 wurde der Auftrag über 8,5 Mill. Euro mit der irakischen Regierung unterzeichnet. General Jaafer Al-Khafaji, Chef der Verkehrspolizei, und General Jassim Jawad Ali, Direktor der Vertragsabteilung des Innenministeriums, waren nach Nordrhein-Westfalen gekommen, um die umfassende Lieferung zu ordern: Sicherheitskarten und -kennzeichen, Fahrzeugzulassungs- und Führerscheinsystem, manipulationssichere Kennzeichenbefestigungen und holografische Sicherheitsaufkleber als drittes Autokennzeichen für die Windschutzscheiben der Kraftfahrzeuge. Zum Abkommen gehört zudem die Lieferung der Prägeeinrichtungen für die Autokennzeichenherstellung und der dazugehörigen Materialien.

Helmut Jungbluth, Vorstandsvorsitzender der Utsch AG, berichtet: „Utsch hat bereits seit den 70er Jahren Geschäftsbeziehungen in den Irak, doch dieses ist der erste Auftrag nach Ende des Irak-Kriegs. Wir erwarten die Umsetzung weiterer Projekte und führen bereits Gespräche, zum Beispiel über den Bau von Gebäuden für Zulassungsstellen und Folgeaufträge für Verbrauchsmaterialien für die Kennzeichenherstellung.“

Erst im Juni 2008 erhielt der deutsche Mittelständler einen Auftrag über 24,8 Mill. Euro aus Ägypten für die Produktion und Lieferung von 9 Mill. Autokennzeichen. Im Oktober zog die Utsch AG dann einen Auftrag aus Rumänien über knapp 20 Mill. Euro an Land.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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