Großbaustelle am Rothaarsteig

 Das 500.000-Euro-Rotorblatt liegt auf der Baustelle, hat aber nur noch Schrottwert. Foto: dima

dima - In Dillbrecht, am Ortsrand von Gernsdorf, sollen schon bald drei Windkraftanlagen mit jeweils 3 Megawatt Leistung und einer jeweiligen Gesamtbauhöhe von knappen 200 Metern stehen. „Das ist eine Multikulti-Baustelle“, erklärte Jens Christian Berger, Bauleiter der dänischen Firma Vestas, die die Anlagen herstellt und vor Ort montiert. Rund 30 Arbeiter bevölkern die Großbaustelle, die unmittelbar am Rothaarsteig liegt. Neben einer rumänischen Errichtungstruppe und einer belgischen Kranfirma, die wiederum mit einer Kranfirma aus Soest kooperiert, arbeitet auf der Kalteiche ein Bauleiter aus Portugal. 

Die Vorarbeiten sind in vollem Gange und die ersten Elemente der Masten stehen bereits. Die Schwertransporter rollen durch Gernsdorf auf die Kalteiche. Das Kruzifix am Rand der Zuwegung wurde samt Hügel von den Windkraftbetreibern Juwi vorübergehend entfernt, um Platz für die Transporte zu schaffen. Laut Wilnsdorfer Gemeindeverwaltung soll alles später wieder in den Originalzustand zurückversetzt werden. Ende November sollen die drei Anlagen stehen, erklärte Berger. Wobei er betont, dass sich die Windräder dann noch nicht drehen. Weitere Arbeiten sind dazu notwendig.

Mitten durch das kleine Container-Camp führt der Rothaarsteig, die übrige Baustelle darf von Wanderern aber aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Ein Unfall ereignete sich bereits beim Transport der Rotorblätter in der Nacht von Freitag auf Samstag, berichtete der Bauleiter im Gespräch mit der SZ. Wie die Gießener Allgemeine schilderte, passierte der Unfall, als die drei Schwertransporter auf ihrem Weg vom brandenburgischen Lauchhammer nach Dillbrecht die A 45 bei Münzenberg verlassen hatten. Während des Rangierens in der Ausfahrt ragte das Rotorblatt auf die rechte Fahrspur der Autobahn.

In dem Moment sei ein Kühllaster in das rund 55 Meter lange Glasfaser-Rotorblatt hineingefahren. Das Blatt sei auf der Beifahrerseite in die Kabine eingedrungen und habe auch den Anhänger durchbohrt. Verletzt wurde zum Glück niemand. Das rund 500.000 Euro teure Rotorblatt liegt zwar jetzt auf der Baustelle, hat aber nur noch Schrottwert. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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