Große Mehrheit fürs Apollo

Es kommt darauf an, dass etwas gemacht wird!

Kulturausschuss votierte für Satzung und Kooperation

gmz Siegen. Das tue ja richtig gut, meinte Katrin Dittert, Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Siegen in der gestrigen Sitzung, dass (fast) alle so einer Meinung seien – in einer Sache, die eine stadtentwicklungspolitsch wichtige Entscheidung für die Stadt darstelle, so der städtische Projektleiter Gerald Kühn in seinen einleitenden Erläuterungen. Es ging natürlich ums Apollo, genauer die Satzung des Apollo-Theaters Siegen und den Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Trägerverein (wir berichteten bereits über die Details).

Endlich liege nun der Vertrag auf dem Tisch, so Ingried Tielsch von der UWG, in der sie als Befürworterin nur eine »kleine Mehrheit« bilde. Jetzt müsse es sehr zügig an die Umsetzung gehen. Kontrovers diskutiert wurden Projekt und Vertrag auch in der SPD-Fraktion, so Klaus-Peter Eberlein, und auch bei den Grünen. Auch wenn er persönlich ein Apollo-Befürworter sei, so Raimund Klauser (Grüne), anders als viele Mitglieder seiner Fraktion, könne er dem Kooperationsvertrag in der vorliegenden Form nicht zustimmen, da ihm auch die Ergänzungs- und Änderungsanträge der CDU in einigen Punkten nicht weit genug gingen.

Die CDU wollte die städtischen Kultur-Vertreter stärker in dem Apollo-Trägerverein vertreten wissen und plädierte deshalb dafür, neben dem Bürgermeister den Beigeordneten für Kultur in den Vorstand des Trägerereins zu entsenden (was in dem Entwurf nicht vorgesehen war) sowie den Kulturausschuss-Vorsitzenden samt Stellvertreter. Letztere sollen die »städtischen Interessen« auch im Programmbeirat vertreten. Raimund Klauser plädierte dafür, die städtischen Zuschüsse für die Gebäude-unterhaltungskosten festzuschreiben, um den Betreibern einen »Anreiz« zum Sparen zu geben. Außerdem wollte er den Trägerverein dazu verpflichtet sehen, einen höheren Kostenanteil als die vereinbarten 256000 Euro für die in seiner Verantwortung liegende Programmgestaltung aufzubringen. Dem widersprach u.a. Bürgermeister Ulf Stötzel, der darauf hinwies, dass der Verein auch Reserven bereithalten müsse.

Kritisch äußerte sich Klaus-Peter Eberlein auch zur Entscheidung, das Sommerfestival in die Verantwortung des Apollo-Trägervereins zu übergeben. Welche Aufgaben denn dann die Kulturabteilung der Stadt mit der reduzierten Personenanzahl übernehmen könne? Man habe sich dazu entschlossen, führte Bürgermeister Stötzel aus, weil man auf die Synergie-Effekte setze, die ja bereits jetzt bestünden. Dazu Frieder Stöcker: Es komme nicht so sehr darauf an, wer etwas mache in der Stadt Siegen, sondern dass es gemacht werde!

Einig war sich der Kulturausschuss aber darin, dass der städtische Zuschuss für das Sommerfestival von den Apollo-Verantwortlichen auch nur für das Festival verwendet werden dürfe und gesondert ausgewiesen werden müsse, dass das Festival-Programm wie bisher im Kulturausschuss vorgestellt werde, dass der Apollo-Trägerverein den Wirtschaftsplan vorlegen müsse. Außerdem wolle man überlegen, wie man die Zuschüsse für den Gebäudeerhalt vernünftig »deckeln« könne, so Stötzel. – Heute wird der geänderte Apollo-Vertrag im Haupt- und Finanzausschuss beraten, bevor er am 18. Juni dem Rat zur endgültigen Abstimmung vorgelegt wird.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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