Großer Stau nach Änderungen

 Für die Autofahrer aus dem nördlichen Siegerland fing der erste Stau bereits vor der Abfahrt Reichwalds Ecke an und setzte sich fort bis zur City-Galerie. Foto: Peter Helmes
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kalle - Es kam am Montagmorgen wie es kommen musste. Der angekündigte Testlauf der Siegener Stadtverwaltung, durch veränderte Ampelschaltungen den Innenstadtverkehr auf die Hüttentalstraße zu verlagern, führte zum vorhersehbaren Chaos. Der Versuch soll dazu führen, die Belastung durch Stickoxide auf der Sandstraße zu reduzieren – dort hängt eine Messdose des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, kurz LANUV. Letztlich ein ähnlich hilfloser Versuch, der in anderen deutschen Städten bereits kläglich gescheitert ist. Für die Autofahrer aus dem nördlichen Siegerland fing der erste Stau bereits vor der Abfahrt Reichwalds Ecke an und setzte sich fort bis zur City-Galerie. Wer aus Richtung Seelbach kam und rechts auf die HTS Richtung Eiserfeld wollte, stand ebenfalls im Stau vor der Auffahrt, da der Verkehr sich auf der Schnellstraße nicht bewegte.

Hatte man den ersten Stau ausgestanden und wollte in Richtung Kölner Tor weiter fahren, griff die neue Ampelschaltung und „bremste“ wie vom Rathaus geplant und angekündigt, die Autos aus. Die neu installierte Signalanlage machte es sehr schwer, nach rechts auf die Sandstraße zu gelangen. Die Ampel hat man dort aufgebaut, um vor allem den Bussen die Vorfahrt zu ermöglichen. Viele Autofahrer, so die SZ-Beobachtungen, ignorierten das rote Ampellicht oder sahen die neue Schaltung schlicht und einfach nicht und sorgten so für zusätzliches Chaos. Wer brav stehen blieb, wurde vom Hintermann angehupt.

Die Verkehrsteilnehmer, die von Eiserfeld kommend in die Innenstadt wollten, wurden ebenfalls in den Stau geführt. Erst gegen 10 Uhr löste sich der Berufsverkehr langsam auf. Die Stadt Siegen wäscht ihre Hände in Unschuld. Siegens Bürgermeister Steffen Mues postete im Internet: „Die Grenzwerte sind ja nicht willkürlich, sondern haben tatsächlich etwas mit Gesundheitsgefährdung zu tun. Es macht mir und meinen Kollegen auch keine großen Spaß, dass wir vom Land angehalten werden, diese Gesetze umzusetzen. Es macht insofern auch keinen großen Sinn, jetzt auf meine Kollegen der Stadtverwaltung einzudreschen. Da sollte man sich lieber an die Verantwortlichen in Land, Bund und Europa wenden und vor allem an die Automobilindustrie.“ Die Kreispolizeibehörde beobachtet aktuell die neue innerstädtische Verkehrssituation. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem Thema Sicherheit, aber auch auf der so genannten Leichtigkeit im Verkehr. Die Polizei wird die Ergebnisse jetzt sammeln, bewerten und der Stadt Siegen mitteilen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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