„Grüne Wüste“ ärgert Anwohner

 Die Arbeit eines „Schlegelmulchers“ sorgt für Ärger in Eiserfeld. Anwohner sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Foto: stö
  • Die Arbeit eines „Schlegelmulchers“ sorgt für Ärger in Eiserfeld. Anwohner sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Foto: stö
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stö - Mit großem Gerät rückte die Stadt Siegen jetzt in Eiserfeld an, um Pflanzen auf den Grünflächen an den Seitenrändern der Straßen zurückzuschneiden. Das Ergebnis ist für die Anwohner ganz und gar nicht zufriedenstellend. Als Familie Mülln aus der Carl-Dresler-Straße aus ihrem Urlaub zurückkam, war sie schockiert. „Es sieht aus, als sei ein Orkan durch die Straße gefegt“, sagt Familienvater Matthias Mülln im SZ-Gespräch. Das Ergebnis des neuen Mähkopfs der Stadt Siegen, einem sogenannten Schlegelmulcher, sorgte für Aufregung – auch in der Nachbarschaft. Den Einsatz des Geräts empfindet Matthias Mülln als totalen Blödsinn: „Das hat mit Bodenpflege nichts zu tun.“

Auf Facebook hat er seinem Ärger Luft gemacht und ist auf Resonanz gestoßen. „Es ist grausam“, „Ohne Rücksicht auf Verluste“ oder „Bei uns ,An der Steinlücke’ haben sie auch gewütet, sieht schlimm aus“, lauten die Kommentare unter den Fotos von Mülln. Die Eiserfelder berichten, wo das Gerät noch im Einsatz war. Ein Facebooknutzer weist sogar darauf hin, dass die spitzen Stämme, die überall stehen geblieben sind, eine Gefahr für Menschen und Tiere darstellen könnten. „Das sieht aus wie abgerupft, wie bei Kyrill“, äußert sich eine Spaziergängerin gegenüber der SZ. Sie beklagt, dass die Grünabfälle, ganze Äste, einfach liegen gelassen wurden.

Seit Mitte Juni würden die Mäh- und Rückschnittarbeiten im Siegener Stadtgebiet mit dem Schlegelmulcher durchgeführt, erklärt die Pressestelle der Stadt Siegen auf Nachfrage der SZ. Nach Angaben der Grünflächenabteilung seien die sogenannten Gehölzaufwüchse zu einem erheblichen Problem geworden. Die Sträucher und andere Kleingehölze mit einem von durchschnittlich fünf bis sieben Metern Höhe ragten aufgrund starken Wachstums in den Verkehrsraum hinein und müssten aus Gründen der Sicherheit zurückgeschnitten werden.

In den vergangenen Jahren seien die Austriebe von den Mitarbeitern der Grünflächenabteilung sehr aufwändig per Hand gekürzt worden, heißt es in der Stellungnahme weiter. Das neue Gerät könne, da es mit kleinen, rotierenden Messern ausgestattet ist, auch stark wuchernde Kleingehölze zurückschneiden. Laut Umweltabteilung trieben diese aber wieder aus, sodass im kommenden Frühjahr die Flächen wieder grün aussähen. Insgesamt kümmere sich die Grünflächenabteilung um rund 1400 „Pflegeobjekte“ im Stadtgebiet (Parkanlagen, Verkehrsinseln, Böschungsbereiche etc.), hebt die Pressestelle hervor.

Und weiter teilt sie mit: In den kommenden Tagen würden städtische Mitarbeiter die Bereiche in den Wohngebieten nacharbeiten und die liegen gebliebenen Äste wegräumen. Matthias Mülln wünscht sich für die Zukunft, dass mit einem Maß gemessen werde. Vor einiger Zeit habe er einen Brief vom Ordnungsamt bekommen, wegen zu viel Löwenzahn am Bordstein seines Grundstücks. Wie dann das Grünflächenamt komme und alles „platt machen“ könne, fragt er sich.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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