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Einlasskontrollen im Supermarkt und Discounter
Grünes Licht für den Einkauf

55 Personen dürfen maximal gleichzeitig in den Aldi an der Marienborner Straße. Die Ampel zeigt an, ob Einlass gewährt werden kann. Springt sie auf Rot, lassen sich die Eingangstüren solange nicht öffnen, bis Kunden den Discounter wieder verlassen haben.
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  • 55 Personen dürfen maximal gleichzeitig in den Aldi an der Marienborner Straße. Die Ampel zeigt an, ob Einlass gewährt werden kann. Springt sie auf Rot, lassen sich die Eingangstüren solange nicht öffnen, bis Kunden den Discounter wieder verlassen haben.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

juka Siegen. Die Ampel vor dem Aldi-Markt an der Marienborner Straße leuchtet grün. Aber nicht etwa, um den Verkehr zu regeln, sondern den Einlass in den Discounter. Seit einiger Zeit zeigen die Lichtsignale an, ob noch Menschen in den Supermarkt dürfen oder die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Besonders seit dem 30. November hat diese Einrichtung an Bedeutung gewonnen. Laut der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW ist bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ein Kunde pro zehn Quadratmeter zugelassen, ab 801 Quadratmetern aber nur noch zusätzlich ein Kunde pro 20 Quadratmeter. In den jeweiligen Unternehmen beschäftige Personen fallen dabei ausdrücklich nicht unter diese Regelung, das bestätigt die Staatskanzlei gegenüber der SZ.

juka Siegen. Die Ampel vor dem Aldi-Markt an der Marienborner Straße leuchtet grün. Aber nicht etwa, um den Verkehr zu regeln, sondern den Einlass in den Discounter. Seit einiger Zeit zeigen die Lichtsignale an, ob noch Menschen in den Supermarkt dürfen oder die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Besonders seit dem 30. November hat diese Einrichtung an Bedeutung gewonnen. Laut der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW ist bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ein Kunde pro zehn Quadratmeter zugelassen, ab 801 Quadratmetern aber nur noch zusätzlich ein Kunde pro 20 Quadratmeter. In den jeweiligen Unternehmen beschäftige Personen fallen dabei ausdrücklich nicht unter diese Regelung, das bestätigt die Staatskanzlei gegenüber der SZ.

Ampeln als Zutrittskontrolle

Laut eigener Auskunft hat Aldi Süd bereits zwei Drittel seiner knapp 1940 Märkte mit dem digitalen System ausgestattet. „Ausgewählt wurden Filialen, in denen in der Regel ein höheres Kundenaufkommen herrscht“, erklärt Pressereferentin Annika Büschken. Wie viele Standorte der Nord-Märkte bereits über diese Technik verfügen, teilt das Unternehmen derweil nicht mit. Eine Lösung, an der auch Lidl derzeit arbeitet. „Perspektivisch werden wir, abhängig von der Kundenfrequenz, Ampeln als technische Zutrittskontrolle installieren“, heißt es von dem Discounter. Einen genauen Zeitrahmen nannte das Unternehmen nicht.

Pro Kunde ein Einkaufswagen

So lange behilft man sich mit der momentan am weitesten verbreiteten Vorgehensweise. Begrenzte Verfügbarkeit von Einkaufswagen und Einlass nur mit einem solchen. Auch Unternehmen wie Rewe, Real oder Kaufland greifen auf diese Möglichkeit zurück. Neben dem Aspekt der Personenbegrenzung helfe die Einkaufswagenpflicht auch dabei, den Abstand zu anderen Personen zu wahren, insbesondere an der Kasse.

Kaum ernsthafte Auseinandersetzungen

Kontrolliert wird die Pflicht oftmals von Ordnungspersonal am Eingang. „Die Menschen haben größtenteils Verständnis dafür“, erzählt der Mann, der vor dem Rewe-Markt in Kaan-Marienborn die Einhaltung überwacht. Problematisch werde es meistens nur, wenn mehrere Personen zusammen einkaufen gehen. „Da wird es manchmal nicht eingesehen, dass jeder einen separaten Wagen braucht“, erklärt er. Ernsthafte Auseinandersetzungen gebe es zum Glück kaum.

Weihnachtseinkäufe frühzeitig tätigen

Auch bei Dornseifer setzt man auf die Begrenzung der Einkaufswagen. Zudem hofft Geschäftsführer Jörg Dornseifer, dass sich das Geschehen vor den Feiertagen möglichst entzerrt. „Wir hoffen, dass sich die Kunden auf die Tage und Uhrzeiten verteilen. Das hat Ostern auch ganz gut funktioniert.“ Dass die Personenbegrenzung dennoch irgendwann erreicht werden könnte, sei nicht zu verhindern. „Wir können das Einkaufsverhalten nicht beeinflussen“, so Dornseifer, der darauf hofft, dass die Kunden ihre großen Weihnachtseinkäufe schon frühzeitig tätigen.
Aber es gibt auch Beispiele, bei denen händisch gezählt wird. So ist bei Ikea in Siegen an Ein- und Ausgang Personal mit Handzählern positioniert, das den Kundenstrom überwacht. Eine Einkaufswagenpflicht gibt es hier nicht.

Maskenpflicht auf dem Parkplatz

Bei der Umsetzung der Maskenpflicht um die Märkte herum und auf den Parkplätzen hapert es noch. Denn nach der neuen Schutzverordnung gilt die Pflicht auch „im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Zuwegungen zu dem Geschäft“.
In der Realität bleibt die Maske aber meist bis zum Eingang in der Tasche und wandert auch unmittelbar nach dem Verlassen der Märkte wieder dorthin zurück. Hinweise auf diese Vorschrift sucht man in vielen Fällen zudem vergeblich, oft wird nur am Eingang mit einem kleinen Zettel darauf aufmerksam gemacht. Problematisch könnte dies besonders werden, wenn die Personenbegrenzung erreicht ist und sich vor dem Laden Schlangen bilden.

Rücksichtsvoller Umgang wünschenswert

Bei SZ-Stichproben am Dienstagvormittag wurde diese Situation nur vor dem DM-Markt in Eiserfeld beobachtet. Alle Einkaufswagen und Taschen waren vergriffen, zwei Personen warteten vor der Drogerie bereits auf den Einlass. In solchen Fällen appellieren die meisten Märkte, Abstand zu halten sowie verantwortungsvoll und rücksichtsvoll mit der Situation umzugehen. Inwiefern dies umgesetzt wird, wenn in der Vorweihnachtszeit die Schlangen immer länger und die Stimmung gereizter wird, bleibt abzuwarten.

55 Personen dürfen maximal gleichzeitig in den Aldi an der Marienborner Straße. Die Ampel zeigt an, ob Einlass gewährt werden kann. Springt sie auf Rot, lassen sich die Eingangstüren solange nicht öffnen, bis Kunden den Discounter wieder verlassen haben.
Am Eingang von Ikea weisen Schilder auf die Maskenpflicht hin, die auch auf dem Parkplatz gilt.
Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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