Siegen-spezifische Ampelmännchen
Grünes Licht für Henner und Frieder?

Henner (l.) und Frieder sollen als Vorlage für die Leuchtscheiben einiger Siegener Fußgängerampeln dienen.
  • Henner (l.) und Frieder sollen als Vorlage für die Leuchtscheiben einiger Siegener Fußgängerampeln dienen.
  • Foto: kalle
  • hochgeladen von Sarah Panthel (Redakteurin)

ch Siegen. Erst die Idee, dann die Anfrage, jetzt der politische Antrag: Die Fraktionen von CDU, Grüne und FDP im Siegener Stadtrat wollen den Ratsbeschluss zur Einführung von Siegen-spezifischen Ampelmännchen. Bereits zur Eröffnung des nächsten Weihnachtsmarktes sollen Henner und Frieder in Rot und Grün auf den Fußgängerampeln in der Innenstadt leuchten.

Damit möchten die Jamaika-Fraktionen Nägel mit Köpfen machen. Bereits im Dezember 2018 hatten die Liberalen die Anfrage ans Rathaus gestellt, ob man die farbigen Symbol-Figuren mit Lokalbezug auf den Ampeln leuchten lassen kann. Die Antwort der Stadtverwaltung: „Im Prinzip, ja! (die SZ berichtete)“.

Bevor nun die DIN-genormten Ampelmännchen abgelöst bzw. ersetzt werden können, soll der Rat in seiner nächsten Sitzung am 19. Juni per Beschluss die „lichttechnische Begutachtung“ beauftragen. Das Geld zur Umrüstung der Lichtsignalanlagen soll aus dem Etat des Bezirksausschusses Siegen-Mitte genommen werden; das Gremium soll zudem die Standorte der modifizierten Ampeln in der City und deren Gestaltung festlegen.

Die Sehnsucht nach identitätsstiftenden Ampeln wächst derzeit in Nordrhein-Westfalen; Vorschläge, die gläsernen Symbolscheiben umzurüsten, gibt es allerorten zu genüge. In Duisburg blinkt bereits auch ein Bergmann, Wesel hat seinen Esel. Im Sommer 2018 übergab das NRW-Verkehrsministerium einen Erlass über „Sinnbilder für Fußgänger in Lichtsignalanlagen“ an alle Bezirksregierungen, den Landesbetrieb Straßenbau, das Innenministerium und die Verbände der Städte und Gemeinden.

In Düsseldorf ist man allerdings ängstlich: Man hat „erhebliche grundsätzliche und vor allem sicherheitstechnische Bedenken gegen jedwede Modifikation amtlicher Verkehrs- und Lichtzeichen“. Im Klartext: Umrüsten ist erlaubt, aber erst muss man den Abschied vom Standardsymbol „Euromann” hinreichend und nachvollziehbar begründen. Besagtes technisches Gutachten muss her – im Fall der Fälle, also bei Unfällen, ist aber die Kommune in der Haftung.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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