Stadtmarketing-GmbH wird gegründet
GSS-Nachfolgerin beschlossene Sache

ch Siegen/Geisweid. Die Krönchenstadt kann auch Konsens. Im Prinzip. Der Rat der Stadt Siegen hat am Dienstag in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause die Gründung einer Stadtmarketing-GmbH beschlossen. Mit großer Mehrheit (eine Enthaltung, eine Gegenstimme): Quer durch alle Fraktionen herrschte Einigkeit, dass es erstens hohe Zeit sei, das Stadtmarketing der Krönchenstadt neu auszurichten, und dass es zweitens mit der GmbH als Nachfolgerin der bisherigen Gesellschaft für Stadtmarketing Siegen (GSS), ein Verein, ein Konstrukt für die Zukunft gebe. Die GmbH wird, wie berichtet, mit mehr Geld und Personal ausgestattet, die Stelle eines Geschäftsführers alsbald ausgeschrieben.

„Die GSS hat im Rahmen der Möglichkeiten sehr gute Arbeit geleistet. Doch dann hat die Gesellschaft nach mehr als 20 Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und einen Prozess des Wandels initiiert”, so CDU-Mann Ingo Janson. Der Prozess sei natürlich noch nicht abgeschlossen, „sondern der heutige politische Beschluss markiert den Start für etwas Neues!”

Bürgermeister Steffen Mues hatte vor dem Votum am Dienstag immer wieder betont, dass der Prozess von GSS und Rathaus gemeinsam angestoßen wurde, „weil wir das gemeinsame Ziel hatten und haben, Siegen nach innen den Bürgern und nach außen den Besuchern zu vermarkten!“ Letztlich gehe es um die Positionierung des Oberzentrums im kommunalen Wettbewerb und damit um die Gewinnung und Bindung von Menschen, die gerne in der Krönchenstadt leben und arbeiten, Steuern zahlen und ihr Geld in Handel und Gastgewerbe ausgeben.

Bedenken und Gegenstimmen zum Neustart gab es in der kurzen Debatte kaum. Michael Groß von den Grünen, der die Neugründung „ausdrücklich begrüßte”, mahnte, das Vermarkten nicht zu sehr im Wortsinne zu verwenden, „denn gutes Stadtmarketing ist sehr viel mehr, es geht um Stadtentwicklung”. Allein Stadtverordnete Brigitte Eger-Kahleis (AfD) zeigte sich ob der „neuen Strukturen, der neuen Aufgaben und der neuen Risiken” skeptisch - und stimmte gegen die GmbH. Dafür gab es in der Runde der Kommunalpolitiker verbal das Etikett „Rückwärtsgewandheit”.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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