Gute Noten für Musikschule

Befragung zeigt gestiegenes Interesse am Musikunterricht

dan Siegen. Mit derzeit rund 1200 Schülerinnen und Schülern bildet die Fritz-Busch-Musikschule ein wichtiges Fundament für das vielfältige kulturelle Leben der Stadt Siegen und der Region. Dies ist das Ergebnis aus den rund 1000 an Schüler und Eltern verteilten Fragebögen bezüglich des Musikunterrichts. Die aktuelle Befragung wurde vom Förderverein der Musikschule durchgeführt. Dieser stellte die Ergebnisse auf einer Pressekonferenz vor. Schulleiterin Angelika Braumann, Denise Franke von der Verwaltungsleitung, Fördervereins-Vorsitzender Gerhard Kötter, 2. Vorsitzende Hannelore Könen und Michaela Ernst, Geschäftsführerin und Schatzmeisterin, verkündeten deutliche Fortschritte hinsichtlich Entwicklung und Akzeptanz der Musikschule im Vergleich zu der 1998 durchgeführten Befragung.

Der Förderverein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bestrebungen und Ziele der Fritz-Busch-Musikschule ideell und materiell zu unterstützen, kooperierte bei der Befragung mit dem Soziologen Prof. Dr. Berthold Stötzel der Uni Siegen. So war eine qualitative und repräsentative Bewertung gewährleistet.

Die im Vergleich zu 1998 um 50 Prozent gestiegene Zahl der Antworten ist als positives Zeichen für ein hohes Interesse an der Musikschule zu werten. Ein Blick auf die Zahlen belegt außerdem: Der erstmalig zu beurteilende Klassenunterricht an neun ausgewählten allgemeinbildenden Schulen wurde von 90 Prozent der Schüler mit »gut« bis »sehr gut« bewertet. Am besten schnitten hier Gruppenunterricht, Einzelunterricht und Ensembleunterricht ab. Der Klassenunterricht ist im Vergleich zu 1998 um 10 Prozent zurückgegangen. »Wir haben einfach zu wenig Lehrkräfte an der Musikschule, um die große Nachfrage seitens der Schulen zu befriedigen«, begründete Kötter. Ausnahmen bilden das Fürst-Johann-Moritz- und das Evangelische Gymnasium, die mit Unterrichtskräften gut besetzt sind.

Die Musikschule besuchen 92 Prozent der Schüler aus eigenem Wunsch. Ihre Motivation schöpfen sie aus dem Verlangen, selbst aktiv zu werden und ihr eigenes Talent zu fördern. Das Erlernte wird dann in Orchestern und Chören, in kirchlichen Einrichtungen, im Familienkreis und in anderen Musikgruppen eingesetzt.

Dass die Öffentlichkeitsarbeit der Musikschule bzw. des Fördervereins gefruchtet hat, zeigt der 10-prozentige Anstieg von Empfehlungen, welche die Aufmerksamkeit der Eltern auf den Musikunterricht lenkten. Auch die verbesserte Erreichbarkeit der Musikschule im öffentlichen Personennahverkehr wird hervorgehoben. Der Kontakt zu den Lehrenden wird ebenso als gut bewertet. Insgesamt zeigt sich die Musikschule äußerst zufrieden, kein Wunder, denn 99 Prozent beantworten die Frage nach dem Ruf der Schule als »gut« und »sehr gut«.

Neben all dem Positiven äußerten die Befragten auch leichte Kritik und zwar hinsichtlich des Erscheinungsbildes des Musikschulgebäudes. Die 1999 in einer Kooperation von Kunststudenten und Kindern der Musikschule errichtete Stahlrohr-Skulptur »Ohrwurm« soll zur optischen Aufwertung beitragen. Umfragen ergaben jedoch, dass die Skulptur nur unzureichend auf die Musikschule hinweist. Um das Gebäude an der Frankfurter Straße besser kenntlich zu machen, schreitet der Förderverein zur Tat: 2700 Euro werden investiert, um die Skulptur zu ergänzen und somit eine gesteigerte Aufmerksamkeit zu erreichen.

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