Was hilft gegen Schnecken im Garten?
Gute Zeiten für Schleimer

Viele Hobbygärtner kennen es: löchrige Blätter und angefressenes Gemüse. Die Schnecken leisten zurzeit wieder ganze Arbeit, denn bei viel Nässe fühlen sie sich besonders wohl.
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  • Viele Hobbygärtner kennen es: löchrige Blätter und angefressenes Gemüse. Die Schnecken leisten zurzeit wieder ganze Arbeit, denn bei viel Nässe fühlen sie sich besonders wohl.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

gro Siegen. Regen, Regen und noch mehr Regen – der Sommer war definitiv schon mal besser. Neben fehlenden Sonnenstrahlen und schlechter Laune hat der verregnete Sommer eine weitere Nebenwirkung: viele Schnecken. Ob auf Fußwegen, im Gras oder im frisch bepflanzten Gemüse- oder Blumenbeet – überall tummeln sich die schleimigen Tierchen. Besonders Hobbygärtnern ist der Vielfraß ein Dorn im Auge, denn haben es sich die Schleimer erst einmal im heimischen Garten gemütlich gemacht, bleiben von den Blumen und dem Gemüse häufig nur noch traurige Überreste.
Die SZ hat sich bei einem Gartenexperten aus der Region umgehört. Was hilft wirklich gegen die unbeliebten Weichtiere? Und wie schütze ich meinen Garten?

Tiere mit wichtiger Funktion

Häufig werden die Schnecken als Bösewichte im Garten angesehen. Doch eigentlich haben auch diese, wie viele andere Tiere, eine wichtige Funktion. Dies weiß auch Sebastian Daub, Inhaber der Gärtnerei Knöbel in Deuz: „Einige Arten sind sehr nützlich. Sie sind für die Zersetzungsprozesse zuständig. Denn die Schnecken fressen hauptsächlich abgestorbene Pflanzenteile und machen den Boden fruchtbar.“ Der wirkliche Feind eines jeden Gärtners sei jedoch die Nacktschnecke, da diese nicht viele natürliche Feinde besitze und alles fresse, was ihr vor die Fühler komme.

Schnecken mögen Feuchtigkeit

Aber wie kommt es, dass die Schnecken meistens nur bei Regen den Weg in die heimischen Gärten finden? „Die kleinen Tierchen fühlen sich bei Feuchtigkeit besonders wohl. Nach einem Regenguss sind die Pflanzen zudem sehr frisch, das mögen sie am liebsten“, erklärt Sebastian Daub. Auch könne die Schnecke bei Nässe viel besser kriechen. Grundsätzlich gebe es viele Methoden, um die unbeliebten Besucher aus dem Garten zu vertreiben. „Viele benutzen ganz klassisch das Schneckenkorn“, berichtet der Gartenexperte. Dieser beinhalte gewisse Lockstoffe. Die Schnecken fressen die Körner und sterben. „Wie bei jedem Gift, gilt jedoch auch hier, dass weniger mehr ist. Da man ansonsten auch Schnecken aus den Nachbargärten anlockt“, sagt Daub und betont weiter: „In diesem Fall freut sich nur der Verkäufer.“ Auch sei diese Methode bei starkem Regen völlig sinnlos, da laut dem Pflanzenfreund nasser Schneckenkorn die Schnecken nicht vergiftet. Auch die sogenannte Bierfalle sei in den meisten Fällen nicht wirklich zielführend. Die Hefe locke die Schnecken ebenfalls an. „Ich bin grundsätzlich kein Fan von chemischen Mitteln. Es gibt auch viele Möglichkeiten, die Schnecken auf natürlichem Wege zu bekämpfen“, erklärt der Gärtner und betont weiter: „Ich empfehle das Einsetzen von Weinbergschnecken.“ Denn diese würden keine große Gefahr für den Garten darstellen und gleichzeitig die Eier der unbeliebten Nacktschnecke fressen. Auch das Absammeln der Schädlinge mache grundsätzlich Sinn.

Es kommt auf die Pflanzen an

Durch die Pflanzenauswahl lasse sich der Schneckenbefall zusätzlich eindämmen. „Besonders beliebt bei den Schnecken sind die sogenannten Studentenblumen. Auch Dahlien und Rittersporn werden gerne angefressen“, weiß der Gartenexperte. Aus diesem Grund seien diese Blumenarten auch als Schneckenschutz vor Gemüsebeeten sinnvoll. Pflanzen mit rauen und festeren Blätter bleiben laut Daub hingegen oft verschont. „Geranien, Salbei und Minze werden beispielsweise in den meisten Fällen in Ruhe gelassen“, erklärt der Gärtnermeister. Grundsätzlich sehe er die „Schneckenplage“ jedoch gelassen. „Bei diesem nassen Wetter ist es ganz normal, dass viele Schnecken in den Gärten unterwegs sind. Wir sind von den vergangenen trockenen Sommern zu sehr verwöhnt“, fügt Daub hinzu.

Viele Hobbygärtner kennen es: löchrige Blätter und angefressenes Gemüse. Die Schnecken leisten zurzeit wieder ganze Arbeit, denn bei viel Nässe fühlen sie sich besonders wohl.
Sebastian Daub, Gärtnermeister und Betreiber der Gärtnerei Knöbel, hält nicht viel von chemischen Bekämpfungsmitteln. Er setzt auf Weinbergschnecken.
Autor:

Sarah Groos

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