Händler machten nach und nach dicht

 Um 15.30 Uhr präsentierte sich der Kornmarkt am Samstag bereits wieder aufgeräumt und sauber gefegt. Foto: ch
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ch - Experiment gescheitert? Wenn man allein den Samstag betrachtet, dann ja: Die Gesellschaft für Stadtmarketing Siegen, kurz GSS, hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass der Wochenmarkt in der Oberstadt parallel zum ersten Tag der Region im Krönchen-Center und in der Fißmer-Anlage nicht, wie üblich, seine Stände um 13 Uhr schließt, sondern sie bis 16 Uhr offen hält. Doch um 15 Uhr waren nur noch fünf Händler auf dem Kornmarkt präsent, eine halbe Stunde später herrschte gähnende Leere auf dem Platz neben dem Rathaus.

Bereits um 13 Uhr brachen etliche Marktbeschicker, zumeist die Alteingesessenen, wie immer ihre Stände und Zelte ab, berichteten enttäuschte Besucher der SZ. Um 14 Uhr dann die zweite Verkaufswagen-Welle, die vom Kornmarkt in den Feierabend rollte. Und: „Mindestens vier Händler haben gar nichts davon gewusst, dass an diesem Samstag eine Extra-Aktion mit verlängerten Öffnungszeiten geplant war“, ärgerte sich Harald Hahn, Quartiermanager von der Immobilien- und Standortgemeinschaft Oberstadt Siegen.

Dabei hätte alles so schön ineinander greifen können. Vor allem in Verbindung mit dem Open-Air-Programm „Sejerlänner Platte“, gemeinsam ausgerichtet von der Universität Siegen, der Stadt Siegen und der GSS. So sollte auf dem Marktplatz selbst und in der Fißmer-Anlage neben der Nikolaikirche Regionales „frisch aufgetischt“ werden, warb die GSS im Vorfeld für die verlängerte Einkaufszeit, die ausdrücklich als „Experiment“ bezeichnet wurde.

GSS-Geschäftsführerin Astrid Schneider verteidigte den Versuch mit der längeren Öffnungszeit und betonte, dass man noch mehrere Anläufe und Durchläufe brauchen werde, „bis sich in den Köpfen aller etwas ändert“. Bewusst betonte sie auch das Käuferverhalten, „was nutzt es den Marktbeschickern, wenn keine Kunden mehr da sind oder kommen? Dann treffen sie eben, wie jeder gute Unternehmer, die Entscheidung und machen die Klappe ihres Verkaufswagens dicht!“

Längerfristiges Ziel sei durchaus, auch neue Besucher anzulocken, die den Markt bislang verpassen, weil sie sich nicht schon am frühen Vormittag auf den Weg in die Oberstadt machen können oder wollen. Schneider: „Wir wollen zeigen, dass der Wochenmarkt längst nicht mehr nur der Nahversorgung dient. Sondern er ist Treffpunkt, Kommunikationsplattform und in Verbindung mit Veranstaltungen noch mehr!“

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