Hagel verursachte Schäden

Diese „Taubeneier“ kommen vor allem den Versicherungen teuer zu stehen. Foto: damo

goeb - Der Gewittersturm am Donnerstagabend hat punktuell im Kreis Altenkirchen Spuren hinterlassen. Die taubenei- bis tischtennisballgroßen Hagelkörner, die für wenige Minuten ab 19.30 Uhr Hausdächer, Gärten, Plätze und Straßen unter Trommelfeuer genommen hatten, richteten Schäden an. Endgültig beziffern kann man das noch nicht.

Menschen seien glücklicherweise nicht betroffen gewesen, erklärte die Betzdorfer Polizei auf Nachfrage. Viele hätten sich in Sicherheit gebracht, als es losging. Kaum Zeit blieb indes, um abgestellte Autos noch in Carports oder Garagen zu fahren, und wer gerade unterwegs war, hatte sowieso schlechte Karten.

Die Betzdorfer Polizei berichtete von mehreren Fahrzeughaltern, die sich nach Schäden am Blech zunächst an die Polizeibehörde gewandt hatten. Der größte Teil wird allerdings die Telefonnummer vom jeweiligen Versicherungsbüro angerufen haben. Die Versicherer fuhren in vielen Fällen schon kurz nach dem Schauer raus bzw. ließen sich telefonisch von ihren Kunden über Schäden an Haus und Hof unterrichten.

Christian Grünebach, der in Herdorf eine Provinzial-Geschäftsstelle betreibt, berichtete von zahlreichen Schadensfällen im Oberkreis Altenkirchen. Der Hagelsturm sei kurz, dafür aber heftig gewesen – mit recht großen Hagelkörnern. „Das letzte Mal, dass ich das so erlebt habe, ist vier oder fünf Jahre her“, ließ sich Grünebach im SZ-Gespräch ein. An Gebäuden seien vor allem Vordächer und Plexiglas-Abdeckungen betroffen gewesen. Dass auch Autos gegen Hagelschäden versichert sind, ist heute gängige Praxis. Meist ist die Teilkasko davon berührt, man kann Hagelschäden aber auch noch höher absichern.

Grünebach berichtete, dass das Telefon nach dem Schauer nicht mehr still gestanden habe, etliche Schadensfälle nahm er am Abend und am nächsten Tag persönlich in Augenschein. Wie immer bei Gewittern mit Hagel ergab sich auch diesmal ein lokal sehr differenziertes Bild. „Das ist höchst unterschiedlich. In Neunkirchen beispielsweise war eine Hälfte des Orts viel stärker betroffen als die andere.“ Ähnliche Beobachtungen machte er in Herdorf und Daaden. „Der Berg scheint eine Wetterscheide zu sein. Wir haben schon mehrfach erlebt, dass entweder Daaden oder Herdorf betroffen gewesen ist, selten beide Orte.“

Grünebach kündigte an, dass die Fahrzeughalter zu einer Sammelaktion zusammengerufen würden. „Dann werden vier bis sechs Gutachter hier vor Ort sein und sich die Schäden im Einzelnen anschauen.“ Es werde auch direkt Geld ausgezahlt bzw. die Kunden könnten entscheiden, ob der jeweilige Schaden am Auto bar ausgeglichen werden solle oder ob man eine Reparatur in Erwägung ziehe.

Die örtlichen Gärtnereien scheinen vom Hagel nicht betroffen gewesen zu sein, das ergab eine telefonische Umfrage. Allerdings schauten manche Privatgärten nach dem Schauer „gerupft“ aus. Die Körner schlugen Zweige ab und zerstörten teils Blüten und Blätter von Stauden, beispielsweise am Kirchener Helenenweg bei Susanne Hebel. Denn auch die „Perle an der Sieg“ erwischte es, unter anderem regnete es am Brühlhof und auf dem Mitarbeiterparkplatz des Krankenhauses kleine Eisklumpen – mit den bekannten Folgen für diverse Autos.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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