Handwerker hatten alle Hände voll zu tun

kk Siegen. Karl-Friedrich Bublitz, Obermeister der Fachinnung Sanitär-Heizung-Klima Siegen-Wittgenstein, kann zum Jahresbeginn aufatmen. Hinter ihm und seinen Fachkollegen liegt eine richtige Stressphase. Vor Weihnachten wurde es plötzlich sehr kalt in der heimischen Region. Die Minustemperaturen bewegten sich vor allem nachts im zweistelligen Bereich. Die Folge waren Rohrbrüche und streikende Heizungen. Selbst an den Feiertagen waren die Mitarbeiter im Einsatz, um die schlimmsten Schäden zu beseitigen. Richtig hektisch aber war es vor den Festtagen. „Das war unglaublich. Alle Leute, die wir hatten, waren zu Rohrbrüchen oder defekten Heizungen unterwegs“, berichtet er auf Anfrage der SZ. Den Kollegen in der Innung sei es nicht anders ergangen. Mittlerweile habe sich die Situation wieder beruhigt, auch wenn viele Betroffene Kunden immer noch mit den Folgen zu kämpfen hätten oder diese nach der Rückkehr aus dem Urlaub gerade entdeckten. Besonders betroffen gewesen seien zum Teil selbst verlegte Leitungen vor allem im Keller- oder Dachgeschoss, die nicht an der Innenwand installiert und somit nicht ausreichend gegen Kälte geschützt gewesen seien. Heizungen seien fälschlicherweise in ganzen Hausbereichen abgedreht worden, um Kosten zu sparen. Es sei vergessen worden, Zapfstellen im Außenbereich abzudrehen. Kellerfenster wurden trotz eisiger Temperaturen offen gelassen. Komme dann ein Luftzug auf die Rohre, sei es bis zum Platzen nicht mehr lang. Nicht getätigte Heizungswartungen hätten überdies dazu geführt, dass die Geräte unter plötzlicher Dauer- und Hochbelastung nicht mehr funktionierten.

Den Menschen habe ganz einfach die frostige Frühwarnung im November gefehlt, mutmaßt der Experte. Bis Mitte Dezember sei es recht warm gewesen. „Viele Leute ließen deshalb nicht nach der Heizung schauen oder kümmerten sich nicht um die Leitungen und Zapfstellen.“ Eine spezielle Panne sei diesmal allerdings nicht so häufig aufgetreten wie noch im Jahr 2008 – seinerzeit war etlichen Menschen das Heizöl ausgegangen.

„Für manche Menschen ist das eine absolute Katastrophe“, bringt Bublitz seine Erfahrung vor allem mit Rohrbrüchen auf den Punkt. Trotz Versicherung seien Schaden und Folgeschäden unangenehm. Ausgelaufenes Wasser, nasse Wände, möglicherweise beeinträchtigte Möbel – die Wohnqualität ist eingeschränkt. Manchmal komme das gar einem Totalschaden gleich.

„Die Wasserschäden sind nun vorbei“, so Bublitz. „Jeder weiß nun Bescheid.“ Dennoch hat der Innungsobermeister für Eigentümer und Bewohner ein paar Tipps parat. Zuvorderst steht: „Ein Gebäude muss vernünftig gewartet werden.“ Dazu gehöre auch die Vorsorge für die kalte Jahreszeit. Und: Bei längerer Abwesenheit sollte man eine Wohnung oder ein Haus nicht sich selbst überlassen, sondern dafür sorgen, dass jemand regelmäßig nachschaue, ob alles in Ordnung ist. Sonst könnte die Überraschung bei der Rückkehr durchaus groß sein.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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