Bars dicht, Schulen bleiben offen
Harte Corona-Einschnitte im November

Das Coronavirus breitet sich derzeit unkontrolliert aus, im November sollen deshalb erneut harte Einschnitte im öffentlichen Leben folgen.
  • Das Coronavirus breitet sich derzeit unkontrolliert aus, im November sollen deshalb erneut harte Einschnitte im öffentlichen Leben folgen.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Peter Helmes (Redakteur)

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. Die Inzidenzwerte in der heimischen Region stagnieren auf hohem Niveau - immerhin, möchte man meinen. Inzwischen aber steht wohl fest: Im November greifen laut übereinstimmenden Medienberichten erneut drastische Corona-Maßnahmen mit teils heftigen Einschnitten des öffentlichen Lebens, bis in den privaten Bereich jedes Einzelnen hinein. Die Regeln, die Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder im Rahmen einer Videokonferenz (ab 13 Uhr) beschließen möchte, sollen ab Mittwoch, 4. November greifen und zunächst bis Ende des Monats gelten. Kontaktbeschränkungen und die komplette Schließung der Gastronomie auf der einen sowie der Weiterbetrieb von Schulen, Kindergärten und des Einzelhandels auf der anderen Seite lassen sich als zentrale Punkte herausstellen.

Die geplanten Maßnahmen im Überblick:

  • Die Menschen sollen alle Kontakte auf ein absolutes Minimum beschränken. Der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit soll nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestatten werden. Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen werden von den Ordnungsbehörden sanktioniert.
  • Restaurants, Bars, Klubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sollen geschlossen werden, heißt es. Auch für die heimische Gastronomie kommt es damit erneut knüppeldick – die Wirte hatten bereits deutlich über die in der vergangenen Woche beschlossenen Sperrstunde ab 23 Uhr geklagt
  • Touristische Übernachtungsangebote im Inland sollen verboten werden. Übernachtungsangebote dürften nur noch für notwendige Zwecke gemacht werden. Bürger sollen generell auf private Reisen und Besuche auch von Verwandten verzichten. 
  • Der kulturelle Bereich wird erneut lahmgelegt, ebenso wie das Treiben in Sportvereinen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser ebenso wie Kinos schließen.
  • Ein kleiner Lichtblick: Anders als im ersten Corona-Lockdown im Frühjahr sollen Schulen und Kindergärten nicht geschlossen werden. 
  • Auch der Einzelhandel soll insgesamt geöffnet bleiben. 
  • Keine Überraschung: Risikogruppen, also Kranke, Pflegebedürftige, Senioren und Behinderte, sollen besonders gegen das Coronavirus geschützt werden. 
  • Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios sollen schließen. Friseursalons blieben aber unter den bestehenden Hygienevorgaben geöffnet. Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapien sollen weiter möglich sein. 

Eine ausführliche Berichterstattung folgt.

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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