SZ

Mehr Geld für den Gemeinschaftswald
Hartnäckige Waldgenossen erfolgreich

Die Vertreter der Interessengemeinschaft Siegerländer Waldgenossenschaften (v. l.): Lothar Klein (Waldvorsteher WG Obernau), Rüdiger Becker (Waldvorsteher WG Buschhütten und Eberhard Kämpfer (Waldvorsteher WG Unglinghausen).
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  • Die Vertreter der Interessengemeinschaft Siegerländer Waldgenossenschaften (v. l.): Lothar Klein (Waldvorsteher WG Obernau), Rüdiger Becker (Waldvorsteher WG Buschhütten und Eberhard Kämpfer (Waldvorsteher WG Unglinghausen).
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sz/ihm Siegen/Düsseldorf. Noch ist die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Waldgenossenschaften“ ein Entwurf, aber die Veröffentlichung im Ministerialblatt ist nur noch eine Formsache. Die heimischen Waldgenossenschaften haben damit ihre jahrelangen Bemühungen um bessere Förderkonditionen zu einem Erfolg gebracht.

Nach Mitteilung der Interessengemeinschaft Siegerländer Waldgenossenschaften tritt nun eine eigenständige Förderrichtlinie für den Gemeinschaftswald in NRW in Kraft. Und diese Richtlinie bietet eine um 10 Prozentpunkte höhere Förderquote als im „normalen“ Privatwald. Damit soll den besonderen Bedingungen im genossenschaftlichen Wald Rechnung getragen werden. Bis dahin war es ein weiter Weg.

sz/ihm Siegen/Düsseldorf. Noch ist die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Waldgenossenschaften“ ein Entwurf, aber die Veröffentlichung im Ministerialblatt ist nur noch eine Formsache. Die heimischen Waldgenossenschaften haben damit ihre jahrelangen Bemühungen um bessere Förderkonditionen zu einem Erfolg gebracht.

Nach Mitteilung der Interessengemeinschaft Siegerländer Waldgenossenschaften tritt nun eine eigenständige Förderrichtlinie für den Gemeinschaftswald in NRW in Kraft. Und diese Richtlinie bietet eine um 10 Prozentpunkte höhere Förderquote als im „normalen“ Privatwald. Damit soll den besonderen Bedingungen im genossenschaftlichen Wald Rechnung getragen werden. Bis dahin war es ein weiter Weg.

Förderung im Privatwald einheitlich

Nachdem die Landesregierung 2017 die Betreuungsförderung und den gebündelten Verkauf von Holz aus dem Privat- und Staatswald neu geordnet hatte, sollte die Förderung im Privatwald einheitlich geregelt werden. „Gesonderte Anforderungen des Landes an die Waldgenossenschaften, vorgegeben durch das Gemeinschaftswaldgesetz von 1975, wurden nicht mehr berücksichtigt“, schildern die Waldgenossen. Deshalb bildete sich die „Interessengemeinschaft Siegerländer Waldgenossenschaften“, getrieben durch das Engagement einer Gruppe von Siegerländer Waldvorstehern.

Man formulierte Forderungen zur direkten Förderung. „Das entsprechende Positionspapier, das 116 Waldgenossenschaften des Kreises Siegen-Wittgenstein unterzeichneten, wurde dem Umweltministerium NRW und dem Waldbauernverband NRW im Januar 2018 überreicht.“

Die Gespräche brachten Fortschritte, vor allem beim Thema Holzvermarktung. Das Anliegen, die Förderung forstwirtschaftlicher Dienstleistungen aufgrund der besonderen Anforderungen an die Gemeinschaftswälder in NRW gesondert zu regeln, konnte man zunächst aber nicht durchsetzen.

Interessenvertreter zum Dialog nach Düsseldorf

Im Jahr 2020 wandten sich die Vertreter der Waldgenossenschaften (WG) Rüdiger Becker (Waldvorsteher der WG Buschhütten), Eberhard Kämpfer (Waldvorsteher der WG Unglinghausen) und Lothar Klein (Waldvorsteher der WG Obernau und Vorsitzender der Bezirksgruppe Siegen-Wittgenstein des Waldbauernverbandes NRW) mit einem Hilferuf direkt an Ministerpräsident Armin Laschet und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser. Die Interessenvertreter wurden von der Ministerin zum Dialog in den Düsseldorfer Landtag eingeladen. Hinzugezogen wurden Landtagsabgeordnete aus dem Sieger- und Sauerland.

"Der Gemeinschaftswald wird zukünftig
im Rahmen einer eigenen Richtlinie
mit einem erhöhten Fördersatz,
der den Anforderungen an diese Waldbesitzform
Rechnung trägt, gefördert."

Interessengemeinschaft Siegerländer
Waldgenossenschaften

Die Interessenvertreter konnten, so die Pressemitteilung, die aus ihrer Sicht relevanten Positionen darlegen. Argumente seien aufgenommen, gezielt hinterfragt, diskutiert und bewertet worden. Die Ministerin erkannte Handlungsbedarf und wies das zuständige Referat im Umweltministerium an, eine Lösung zu suchen.

90 Prozent Landesförderung für forstliche Betreuung

„Diese Lösung wurde gefunden. Der Gemeinschaftswald wird zukünftig im Rahmen einer eigenen Richtlinie mit einem erhöhten Fördersatz, der den Anforderungen an diese Waldbesitzform Rechnung trägt, gefördert. Damit versetzt das Umweltministerium NRW den Gemeinschaftswald in die Lage, den anstehenden Waldumbau unter Zuhilfenahme forstfachlich qualifizierter Betreuung und Beratung anzugehen.“ Für die forstliche Betreuung der Genossenschaftswaldes gibt es nun 90 Prozent Landesförderung (sonstiger Privatwald: 80 Prozent).

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) fand das Anliegen der Waldgenossen berechtigt.
  • NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) fand das Anliegen der Waldgenossen berechtigt.
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Mitgewirkt an der Neuregelung im Interesse der Genossenschaften haben nach Angaben der Interessengemeinschaft Siegerländer Waldgenossenschaften neben der Ministerin und dem Referenten Rainer Joosten auch Philipp Freiherr Heereman als Vorsitzender des Waldbauernverband NRW sowie die heimischen Landtagsabgeordneten Anke Fuchs-Dreisbach und Jochen Ritter, der forstpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Rainer Deppe sowie Christoph Ewers und Norbert Uebach (Forstwirtschaftliche Vereinigung südwestfälischen Gemeinschaftswaldes).

Die Vertreter der Interessengemeinschaft Siegerländer Waldgenossenschaften (v. l.): Lothar Klein (Waldvorsteher WG Obernau), Rüdiger Becker (Waldvorsteher WG Buschhütten und Eberhard Kämpfer (Waldvorsteher WG Unglinghausen).
NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) fand das Anliegen der Waldgenossen berechtigt.
Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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