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Geplante Aufhebung der Impf-Priorisierung
Hauen und Stechen um den Piks eröffnet

Der Kampf um den Impf-Termin wird durch die geplante Aufhebung der Impf-Priorisierung noch größer.
  • Der Kampf um den Impf-Termin wird durch die geplante Aufhebung der Impf-Priorisierung noch größer.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

ap Siegen. Es klingt erst einmal gut: Ab dem 7. Juni soll sich (theoretisch) jeder ab 16 Jahre gegen Corona impfen lassen können. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montagabend mitgeteilt. Auch Betriebs- und Privatärzte sollen dann in die bundesweite Impfkampagne eingebunden werden. Diese Ankündigung ist ein weiterer Schritt in Richtung Herdenimmunität, stößt jedoch auch auf große Kritik.

"Durch das Kundtun der
Öffnung entsteht
eine falsche Erwartungshaltung."
Dr. Florian Becher
Facharzt für Allgemeinmedizin„Durch das Kundtun der Öffnung entsteht eine falsche Erwartungshaltung“, warnt Dr. Florian Becher. Bei den Patienten würden Hoffnungen auf schnelle Impftermine geweckt, die nicht erfüllt werden könnten.

ap Siegen. Es klingt erst einmal gut: Ab dem 7. Juni soll sich (theoretisch) jeder ab 16 Jahre gegen Corona impfen lassen können. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montagabend mitgeteilt. Auch Betriebs- und Privatärzte sollen dann in die bundesweite Impfkampagne eingebunden werden. Diese Ankündigung ist ein weiterer Schritt in Richtung Herdenimmunität, stößt jedoch auch auf große Kritik.

"Durch das Kundtun der
Öffnung entsteht
eine falsche Erwartungshaltung."

Dr. Florian Becher
Facharzt für Allgemeinmedizin

„Durch das Kundtun der Öffnung entsteht eine falsche Erwartungshaltung“, warnt Dr. Florian Becher. Bei den Patienten würden Hoffnungen auf schnelle Impftermine geweckt, die nicht erfüllt werden könnten. Denn nach wie vor spiele die (mangelhafte) Versorgung mit Impfstoffen eine große Rolle.
In vielen Praxen seien noch immer nicht alle Risikopatienten durchgeimpft, erklärt der Geisweider Hausarzt, und auch für Zweitimpfungen seien einige der wenigen gelieferten Dosen bereits fest eingeplant.

Unmut unter Patienten immer größer

Die große Nachfrage der impfwilligen Nicht-Risikopatienten brächten deshalb viele Hausärzte schon jetzt an ihre Grenzen, sagt Becher – und auch der Unmut unter den Patienten werde immer größer. Es sei bereits ein regelrechter „Impfneid“ ausgebrochen. Sogar von einem Fall, in dem die Praxis polizeiliche Unterstützung anfordern musste, hat der niedergelassene Arzt schon gehört, wie er im SZ-Gespräch erzählt. „Und auch wir erleben eine zunehmende Gereiztheit.“

Weniger gravierend ist die Lage aktuell in der Praxis von Dr. Jens Nalop. Seine Patienten seien (noch) überwiegend verständnisvoll, wenn auch sehr ungeduldig. Die vielen Anfragen sieht der Siegener Hausarzt nicht als Problem – ganz im Gegenteil: „Wir können nicht jedem hinterhertelefonieren. Wir haben lange Listen und impfen einfach der Reihe nach. Hauptsache, wir bekommen schnellstmöglich die Herdenimmunität.“

Autor:

Alexandra Pfeifer

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