Hauptgewinner ist die Umwelt

 In der Holzhackschnitzel-Trocknungsanlage werden mithilfe von Abwärme aus dem Stahlofen Hackschnitzel entwässert, wodurch sich der Heizwert deutlich erhöht. Foto: sos  Die Abgase aus dem Elektrostahlofen (hinten rechts) gelangen in den Staubturm, von wo aus die dort gereinigte Luft in die Umwelt geleitet wird. Vorher werden die Abgase in Rohren gekühlt; aus dem Kühlwasser soll in Zukunft Abwärme zum Heizen abgekoppelt werden. Foto: sos
  • In der Holzhackschnitzel-Trocknungsanlage werden mithilfe von Abwärme aus dem Stahlofen Hackschnitzel entwässert, wodurch sich der Heizwert deutlich erhöht. Foto: sos Die Abgase aus dem Elektrostahlofen (hinten rechts) gelangen in den Staubturm, von wo aus die dort gereinigte Luft in die Umwelt geleitet wird. Vorher werden die Abgase in Rohren gekühlt; aus dem Kühlwasser soll in Zukunft Abwärme zum Heizen abgekoppelt werden. Foto: sos
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sos - Im Bürgerhaus Geisweid wurden jetzt die ersten Ergebnisse des Projektes „Nutzung Nah- und Abwärme in Geisweid“ präsentiert. Die Idee: das vorhandene Energiepotenzial optimal nutzen, indem Abwärme, die während der Fertigung von Produkten zwangsläufig entsteht, durch einen Wärmetausch aus dem Kühlwasser abgekoppelt und an Abnehmer in der Region weitergeleitet wird.

Zunächst stellte Dr. Jochen Grisse, Geschäftsführer der „Energie für Geisweid GmbH“, eine Art „Vorprojekt“ der Gesellschaft zusammen mit den Deutschen Edelstahlwerke (DEW). Im vergangenen Jahr wurde auf dem Gelände der DEW eine Holzhackschnitzel-Trocknungsanlage aufgebaut, wo Interessierte ihre Hackschnitzel trocknen lassen können: In drei Containern und innerhalb von vier bis fünf Tagen wird dem Holz mithilfe von Abwärme Wasser entzogen – bis zu drei Tonnen pro Container. Damit werden nicht nur etwa vier Tonnen CO2 eingespart, sondern der Heizwert des Holzes wird zusätzlich erhöht – auf Heizöl umgerechnet wären dies etwa 1200 Liter.

Das eigentliche Projekt ist die Einführung eines Wärmeverbundes Geisweid, der zunächst große Schlüsselabnehmer und später auch Privathaushalte mit Abwärme versorgt. Einige Daten für die erste Ausbaustufe stehen inzwischen fest: Das Investitionsvolumen wird sich auf etwa 3 Mill. Euro belaufen. Die ausgekoppelte Leistung beträgt vier Megawatt, die ausgekoppelte Energie ca. 8 000 000 Kilowatt pro Stunde. Das entspricht in etwa dem Wärmebedarf von 500 Einfamilienhäusern und erspart der Umwelt umgerechnet 1800 Tonnen CO2 (Öl) pro Jahr. In folgenden Ausbaustufen sollen dann weitere fünf Megawatt ausgekoppelt werden, womit über 1000 Einfamilienhäuser versorgt werden könnten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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