Haus soll B-62-Ausbau weichen

 Ihr Haus steht dem Ausbau der B 62 zwischen Lützel und Altenteich im Weg: Christoph und Penrat Quast. Foto: Jan Schäfer
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js - Die Ortsumgehungskette „Route 57“ hat sich zwar ihren Platz Bundesverkehrswegeplans gesichert, wirklich greifbar ist das ambitionierte Straßenbauprojekt damit aber noch nicht. Anders steht es um den 3,4 km langen Abschnitt der B 62 zwischen Lützel und Erndtebrück – der soll unabhängig von der großen Lösung ausgebaut werden. Das hatte der zuständige Landesbetrieb Straßenbau NRW im vergangenen Herbst in einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung erläutert. Mit Überholspuren und einer Brücke als Ersatz für den Bahnübergang Altenteich soll der Hauptverbindungsachse zwischen Siegerland und Wittgenstein auf die Sprünge geholfen werden.

Christoph Quast ist nicht sonderlich glücklich über das Vorhaben der Straßenplaner. Er ist der Eigentümer des alten Hauses an der Kronprinzenstraße, das weit außerhalb der Ortslage und der künftigen Bundesstraßentrasse im Weg steht. Die B 62 soll an dieser Stelle eine abgeflachte Kurve bekommen – dafür muss das Gebäude weichen. Das hatte Planungsprojektleiter Winfried Behle im Oktober im Hilchenbacher Bauausschuss verkündet.

Hausbesitzer Quast sieht mit dem avisierten Ausbau der Kronprinzenstraße Probleme auf sich zukommen. Zwar habe er es vor einigen Jahren aufgegeben, das Haus peu à peu zu sanieren – aufgrund von massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen musste er das Projekt einstellen. Inzwischen lebt er auch nicht mehr an der Kronprinzeneiche; gemeinsam mit Ehefrau Penrat wohnt er heute in Hilchenbach und nutzt seine Ende der 90er-Jahre erworbene Immobilie eher als Wochenendhaus. 

Christoph Quast aber hat nun Sorge, dass er zwangsenteignet oder mit einem Verkaufserlös unter Wert abgespeist werden könnte. Das Haus, so berichtet er, sei noch mit Schulden belastet. Auf denen wolle er am Ende nicht sitzen bleiben. 

Derzeit arbeitet Straßen NRW am Entwurfsplan, der im kommenden Jahr genehmigt werden solle. 2018 dann, so schätzt Projektleiter Winfried Behle, werde das Planfeststellungsverfahren eröffnet. Das beinhalte eine Öffentlichkeitsbeteiligung, in deren Rahmen Christoph Quast seine Einwände vorbringen könne. In der momentanen Phase bestehe aber einfach kein Anlass zu weiteren Gesprächen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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