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Kreuztal, Hilchenbach und Neunkirchen
Hausärzte dringend gesucht

Jeder dritte Hausarzt ist älter als 60 Jahre - ein echtes Problem auch für die heimische Region.
  • Jeder dritte Hausarzt ist älter als 60 Jahre - ein echtes Problem auch für die heimische Region.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ch Siegen/Olpe. Hausärzte sind nach wie vor gesucht. Wie berichtet, fehlen vor allem in Kreuztal bzw. Hilchenbach sowie in Neunkirchen Allgemeinmediziner, die Praxen übernehmen oder eröffnen. Die Pandemie hat an der südwestfalenweiten roten Laterne für die drei Kommunen bzw. am prinzipiellen Mangel und an der schlechten Perspektive für die Ärzteversorgung vor der Haustür grundsätzlich nichts geändert. Das Hauptproblem ist und bleibt: Jeder dritte Hausarzt ist älter als 60 Jahre – und die potenziellen Nachfolger bleiben lieber in den Großstädten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Ärzteverbundes Südwestfalen.

ch Siegen/Olpe. Hausärzte sind nach wie vor gesucht. Wie berichtet, fehlen vor allem in Kreuztal bzw. Hilchenbach sowie in Neunkirchen Allgemeinmediziner, die Praxen übernehmen oder eröffnen. Die Pandemie hat an der südwestfalenweiten roten Laterne für die drei Kommunen bzw. am prinzipiellen Mangel und an der schlechten Perspektive für die Ärzteversorgung vor der Haustür grundsätzlich nichts geändert. Das Hauptproblem ist und bleibt: Jeder dritte Hausarzt ist älter als 60 Jahre – und die potenziellen Nachfolger bleiben lieber in den Großstädten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Ärzteverbundes Südwestfalen.

Ausweg aus dem Ärztemangel

Befragt wurden im Vorfeld zur Kommunalwahl im September die Bürgermeister und Landräte sowie die Parteien zur Versorgungssituation in ihren Städten und Gemeinden; 149 Fragebögen wurden versandt, 53 Antworten landeten im Briefkasten der Ärzteverbundes. Die weiteren zentralen Ergebnisse, die Stefan Spieren, Hausarzt aus Wenden und Vorstandsvorsitzender des Ärzteverbunds, präsentierte: Politik und Verwaltung verteidigen vehement die freie Arztwahl, sprechen sich zugleich aber für eine Zentralisierung der medizinischen Versorgung in möglichst großen Einheiten aus. „Das kann ein, muss aber kein Widerspruch sein“, so Spieren.

Ärztemangel seit Jahren ein Thema

Der Ärztemangel auf dem Land ist seit Jahren Thema. NRW liegt nach den Zahlen des Bundesarztregisters insgesamt noch im Mittelmaß, Westfalen-Lippe bzw. Südwestfalen stehen schlechter da. Eine gesetzliche „Bedarfsplanung“ regelt, wie viele Ärzte in bestimmten Regionen und Städten niedergelassen sein sollten. Gemessen an diesen Vorgaben läge derzeit in keinem haus- und fachärztlichen Versorgungsbereich eine echte Unterversorgung vor, betonte Ansgar von der Osten von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Aber auch er erinnerte an die „wachsende Zahl von unbesetzten hausärztlichen Sitzen“.

"Insgesamt gibt es noch reichlich zu tun"

So sei es zwar gelungen, doch den einen oder anderen Spezialisten – u. a. Kinder-, Nerven- und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte – zur Übernahme einer Praxis bewogen und damit neue Zulassungen gewährt worden, „insgesamt gibt es noch reichlich zu tun“, so von der Osten. Allein in diesem Jahr steckt die KVWL rund 16 Millionen Euro in die Themen Weiterbildung, Marketing, Kooperation und in das Knüpfen von Mediziner-Netzwerken zwecks Nachwuchsgewinnung.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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