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„Mein Herz trägt Krone“ läuft trotz Corona-Lockdown an
Heimat ist nicht uncool

Mehr als ein Dutzend Unternehmen hat deshalb vor einem Jahr die Kampagne „Mein Herz trägt Krone“ entwickelt, um in der Region als Arbeitgeber für Fachkräfte ein neues Verständnis für das Besondere unserer Heimat und der Wirtschaftsregion zu wecken.
  • Mehr als ein Dutzend Unternehmen hat deshalb vor einem Jahr die Kampagne „Mein Herz trägt Krone“ entwickelt, um in der Region als Arbeitgeber für Fachkräfte ein neues Verständnis für das Besondere unserer Heimat und der Wirtschaftsregion zu wecken.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

lm Siegen. Es ist ein offenes Geheimnis: Viele junge Leute ziehen erst einmal weg aus der Krönchenstadt, kehren dem Siegerland den Rücken. Lebenslustig geht es dann in die umliegenden Großstadtdschungel der Metropolen. Dort bleiben die Mittzwanziger ganz zum Leidwesen der Region oft, erst allmählich und erst in jüngster Zeit steigt die Zahl der Rückkehrer ins Oberzentrum nach Ausbildung, Studium und ersten beruflichen Stationen. „Dabei ist das Siegerland gar nicht mal so uncool, wie es in den Köpfen vieler zu sein scheint“, sagt PR-Berater Guido Müller.

lm Siegen. Es ist ein offenes Geheimnis: Viele junge Leute ziehen erst einmal weg aus der Krönchenstadt, kehren dem Siegerland den Rücken. Lebenslustig geht es dann in die umliegenden Großstadtdschungel der Metropolen. Dort bleiben die Mittzwanziger ganz zum Leidwesen der Region oft, erst allmählich und erst in jüngster Zeit steigt die Zahl der Rückkehrer ins Oberzentrum nach Ausbildung, Studium und ersten beruflichen Stationen. „Dabei ist das Siegerland gar nicht mal so uncool, wie es in den Köpfen vieler zu sein scheint“, sagt PR-Berater Guido Müller.

Unzeitgemäßes Image

Auch wenn immer mehr das Pendeln von der Krönchenstadt gen Köln, Dortmund oder Frankfurt für sich entdecken und immer mehr Studenten in der „Universitätsstadt Siegen“ lernen und leben und damit statistisch gesehen die Bevölkerungszahl anwachsen lassen, leide die Region nach wie vor an ihrem unzeitgemäßen Image. Mehr als ein Dutzend Unternehmen hat deshalb vor einem Jahr die Kampagne „Mein Herz trägt Krone“ entwickelt, um in der Region als Arbeitgeber für Fachkräfte ein neues Verständnis für das Besondere unserer Heimat und der Wirtschaftsregion zu wecken. „Wir wollen, dass diese Fachkräfte hierbleiben – und nicht an den Rhein, die Elbe oder den Main abwandern“, so Sebastian Weber, Ideengeber der Kampagne und Vorsitzender des Vereins. „Dabei können wir natürlich niemanden zum Wurzel schlagen zwingen, aber es ist nun ein mal so, dass Siegen und das Siegerland ganz klare Vorteile bieten“, erklärt der Geschäftsführer von „Datasec“ weiter.

Günstiger Wohnraum und die Natur

Die Liste mit Vorzügen seiner Heimat sei lang: „Angefangen beim günstigen Wohnraum, der Treue der Unternehmen zu ihren Mitarbeitern bis hin zur Natur. „Vieles spricht für das Siegerland, und jeder, der glaubt, die umliegenden Großstädte seien tatsächlich cooler, ist ein großer Verlust für die Region.“ Auch Guido Müller selbst war kurzzeitig „ausgeflogen“, lebte ein paar Jahre in Köln. Doch er kam wieder zurück: „Bei manchen macht es dann Klick, und die Vorteile der Heimat können schnell überwiegen“, sagt er begeistert. Und jetzt sollen auch andere (wieder) vom Siegerland begeistert werden, so Jochen Weisgerber, zweiter Vorsitzender des Vereins, über die Zukunftspläne. Zum Beispiel: „Um zu verstehen, wie Menschen ihre Stadt sehen, werden wir in diesem Winter mit dem heimischen Fotografen Sascha Hüttenhain zu einer Fotosafari einladen. Wir wollen das Schöne und das Authentische aus der Sicht derer erkennen, die hier leben und arbeiten.“

Corona bremst aus

Auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und Facebook teilt der Verein schon jetzt spannendes Bild- und Videomaterial von Stadt, Natur und Mensch. „Wir müssen zugleich viel, aber vor allem auch überzeugend gut über die Region reden, die Vorteile aufzeigen, die Schönheit portraitieren, nur dann können wir unser Ziel erreichen“, so Sebastian Weber zu bekannten wie bewährten Marketingweisheiten. Allerdings: Die Corona-Pandemie bremst den Verein bereits seit Monaten in seinem Tatendrang. Geplante Aktionen und Events, wie beispielsweise ein Auftritt auf dem Stadtfest, mussten abgesagt werden. „Wir lassen uns davon jedoch nicht unterkriegen und haben große Pläne für 2021“, sagt Sebastian Weber. „Projekte wie eine Zusammenarbeit mit der FOM Hochschule und eine Nacht der Unternehmen sind in Planung“, führt der Vorsitzende weiter aus. Derzeit jedoch ist der Verein vor allem mit dem Lockdown beschäftigt. Mit der Plattform bzw. Initiative #SIEGENBLEIBTAUF! nutzen viele Betriebe den Stillstand, um online weiter für ihre Kunden da zu sein. Restaurants und Boutiquen bieten Lieferservice und Abholdienste an, Bücher werden vor Ort verschickt und Ausstellungsräume von heimischen Handwerksbetrieben können exklusiv besucht werden.Sebastian Weber: „Wir wollen erst einmal gemeinsam gut durch die Krise kommen, und dann sehen wir weiter.“

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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