Heiße Rock-Party in „Dreisbe“

 Demon’s Eye waren zum ersten Mal bei „Rock Between The Days“ dabei und überzeugten in Dreis-Tiefenbach als kompetente Deep-Purple-Tribute-Band. Foto: sib
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sib - Kalorien sind die heimtückischen, unsichtbaren Biester, die nachts im Kleiderschrank die Klamotten enger nähen. Besonders um Weihnachten herum. Ein sehr erfolgversprechendes Abwehrmittel dagegen fanden die Besucher der Dreisbachhalle beim 9. „Rock Between The Days“. Dort zollten gleich zwei sehr erfolgreiche Bands zwei anderen ordentlichen Hausnummern im Rock-Olymp ihren Tribut: Demon’s Eye und The Queen Kings trieben die Temperaturen in ordentliche Höhen und weckten Tanz-Gelüste.

Vor ausverkauftem Hause zeigten – erstmals bei „Rock Between The Days“ dabei – die Mannen von Demon’s Eye als Deep-Purple-Cover-Combo, was eine musikalische Breitseite ist. Als „Europas beste Deep-Purple-Tribute-Band“ (laut Presse-Info) verfügen die Musiker über den Vorzug gleich zweier Lead-Sänger, die sich von Gig zu Gig abwechseln. In der Dreisbachhalle war es David Readman, der in schwarzer Kluft und mit wehender Langhaar-Mähne eine echte Rock-’n’-Roll-Erscheinung ist. Auch stimmlich bleibt er wahrlich nicht – eingefleischte Fans wissen es – hinter den Erwartungen zurück, er hielt die gesamte Strecke des fast zweistündigen Gigs scheinbar mühelos durch – mit jeder Menge Tremoli und Glissandi und Ausflügen in erstaunliche Stimmhöhen. Die fünfköpfige Combo mit Siegerländer Wurzeln, seit 1998 im In- und Ausland unterwegs, macht ihre Sache so gut, dass schon mehrfach Musiker des Originals zusammen mit ihr auf der Bühne standen: Jon Lord und Ian Paice kosteten zusammen mit Demon’s Eye von den Wonnen des Classic Hardrock. Neben dem packenden Gesang bleiben Demon´s Eye natürlich auch die berühmten Gitarren-Orgel-Duelle dem Publikum nicht schuldig: Mark Zyk und Florian Pritsch haben ihre Hausaufgaben wahrlich gemacht. Maik Keller (Bass) und Andree Schneider (Schlagzeug) runden das Tribute-Ansinnen perfekt ab.

Qualitativ in der gleichen Liga spielen The Queen Kings, die „Rock Between The Days“ schon mehrfach aufgemischt haben und immer wieder ein Garant für grandiose Stimmung und jede Menge Publikumszuspruch sind. Frontmann Mirko Bäumer ist stimmlich verflixt nah am Original dran und schwächelt keine Sekunde bei Texten und Stimmkontrolle. „More Than Just A Tribute“ ist das Motto der erfolgreichen Queen-Doubles, und auch in punkto Bühnenshow liefern sie mitreißend und energetisch ab. „It’s Time To Hüftwackeling“, meinte Mirko Bäumer. Er und das Publikum handelten entsprechend. Bassist Rolf Sander, 2006 von Queen eigens für das Musical „We Will Rock You“ ausgewählt, Profi-Trommler Oliver Kerstan, Keyboarder Christof Wetter mit dem nötigen Händchen für Freddies Klavierspiel und Drazen Zalac an der Gitarre mit typischem Brian-May-Sound setzen The Queen Kings die klangliche Krone auf. Purer musikalischer Partyspaß mit jeder Menge Mitsing-Potenzial rauschte so im klanglichen Gewand von „I Want It All“, „Radio Gaga“ und vielen weiteren der schier unzählig erscheinenden Queen-Hits bis spät in die eisige Winternacht hinein über die Köpfe des Publikums hinweg.

Abgerockt im Doppelpack wird im nächsten Jahr: Dann feiert Netphen Events den zehnten Geburtstag von „Rock Between The Days“ mit diversen Tribute- und Coverbands an gleich zwei Tagen, verriet Netphen-Events-Chef Frank Kretschmer. Am 28. und 29. Dezember werden die Dire Strats, The Queen Kings, Bounce und die Roxx Busters für jede Menge rohe Riffs und stimmige Party-Hymnen in der Dreisbachhalle sorgen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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