Hengstenberg gewinnt „Wasser-Streit“

 Eine Menge Platz ist zwischen Bürgermeister Paul Wagener (l.) und seinem Beigeordneten Heinz Joachim Hengstenberg – nicht nur am Tisch im Ratssaal, sondern wohl auch auf menschlicher Ebene. Wagener kanzelte Hengstenberg im Rat regelrecht ab. Foto: ihm
  • Eine Menge Platz ist zwischen Bürgermeister Paul Wagener (l.) und seinem Beigeordneten Heinz Joachim Hengstenberg – nicht nur am Tisch im Ratssaal, sondern wohl auch auf menschlicher Ebene. Wagener kanzelte Hengstenberg im Rat regelrecht ab. Foto: ihm
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ihm - Ein offener Streit zwischen Netphens Bürgermeister Paul Wagener und seinem Beigeordneten Heinz Joachim Hengstenberg über die Höhe der künftigen Abwassergebühren mündete am Donnerstag in harsche Worte Wageners. Während der Bürgermeister die Gebühren um wenige Cent senken wollte – eine Durchschnittsfamilie würde im Jahr etwa 10 Euro sparen –, hatte der Beigeordnete (gleichzeitig Kämmerer) in einer „abweichenden Stellungnahme“ darauf bestanden, die Gebühren auf der derzeitigen Höhe zu belassen (die SZ berichtete). Dreh- und Angelpunkt der Debatte ist der sogenannte „kalkulatorische Zins“, der für die Anlagen im Abwasserbereich bei 5 Prozent liegt. Ihn wollte Wagener auf 4,5 Prozent absenken und so auf der Sollseite 89.000 Euro im Jahr sparen. Genau diese Summe würde zu der Entlastung der Gebührenzahler führen.

„Der Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt derzeit bei 0,25 Prozent, da soll das 20-Fache angemessen sein? Das kann ich nicht glauben!“ Paul Wagener brachte gar die „Berechnungseinheit Hengstenberg“ ins Spiel, die in Netphen gelten solle. Dass die Genehmigung des Haushaltsplans bei einer Senkung der Zinsen gefährdet sei, hielt der Bürgermeister für abwegig. Er hatte den Ratsmitgliedern eine Aufstellung auf den Tisch gelegt, nach der die meisten Kommunen im Kreis Siegen-Wittgenstein deutlich unter 5 Prozent kalkulieren.

In geheimer Abstimmung lehnte der Rat mit 23 zu 13 Stimmen (zwei ungültig) zunächst die Empfehlung des Bürgermeisters ab, die Gebühren zu senken. Im zweiten „Wahlgang“ machte man dann den Weg frei für den Hengstenberg-Vorschlag, die Gebühren auf der jetzigen Höhe zu belassen: 2,78 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser und 0,72 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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