Herdorfer Lotto-Tüftler: Treffer!

Dirk Veit lädt die Datei mit der geheimnisvollen Excel-Tabelle  vom  Daten-Stick auf seinen Rechner. Foto: ihm
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ihm - Dirk Veit war sich ganz sicher: Auf dem Daten-Stick, der in einer blauen Plastikdose in Schließfach Nummer 43 der Herdorfer Volksbank liegt, ist der Beweis, dass er die Glücksspielwelt auf den Kopf stellen kann. Am 18. September 2014 hat er den Stick dort deponiert – mit mehr als 3 Millionen Lotto-Kombinationen. Und zwar den Kombinationen, denen Veit die größten Chancen einräumt. „Es wird immer behauptet, jede Sechser-Kombination ist gleich wahrscheinlich. Aber das stimmt nicht.“

Gestern hatten Dirk Veit und sein Kumpel Hasan Yilmaz die Presse eingeladen, um zu beweisen, dass sie Volltreffer vorhergesagt haben. Ausweislich des Volksbank-Protokolls hat seit dem 18. September niemand mehr das Schließfach geöffnet. Die Journalisten sind dabei, als Veit die blaue Dose aufklappt und den Stick aus Alufolie und Küchenpapier auswickelt. Gemeinsam tritt man den Weg über die Schneiderstraße zu Dirk Veits Wohnung an. Dort wird der Stick unter den wachsamen Augen der Presseleute in den Rechner gesteckt, die Excel-Tabelle geöffnet.

Seit dem 18. September gab es drei Samstags-Ziehungen. Nur auf diese konzentriert sich Veit bei seiner Tüftelei: „Beim Mittwochs-Lotto ist einiges anders.“ Die drei von der Lottomaschine ausgespuckten Sechser vom 20. und 27. September sowie vom 4. Oktober werden in den Tabellen gesucht. Ergebnis: Die Zahlen der letzten beiden Wochen sind dabei, die Kombination vom 20. September fehlt. Drei Ziehungen, zweimal sechs Richtige – Dirk Veit lehnt sich erleichtert zurück.

Der kleine Schönheitsfehler, dass der Sechser vom 20. September fehlt, ficht den 45-Jährigen nicht weiter an. Er hat bereits einen Programmfehler entdeckt und ist ziemlich sicher, dass mit der nächsten Programmversion der Tipp gepasst hätte: „Ich bin ja noch nicht fertig, in ein, zwei Wochen sieht das noch besser aus.“

Warum also nicht einen Tippschein ausfüllen und sich über Millionen freuen? Ganz einfach: Rund 3 Millionen Tippreihen kosten die Kleinigkeit von 3 Mill. Euro (plus Gebühr). Das Geld haben die beiden Kollegen nicht auf der Kasse liegen. Es kann also nur funktionieren, wenn viele Mitspieler einsteigen und möglichst alle aussichtsreichen Kombinationen angekreuzt werden können. Dirk Veit: „Zwei Millionen sollten es schon sein.“ Angst vor großen Zahlen hat der Mann jedenfalls nicht.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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