Hessische Landesbahn in der Kritik

Die Regionalbahn der Hessischen Landesbahn rollt regelmäßig mit einiger Verspätung in den Bad Berleburger Bahnhof ein. Gestern waren die Reisenden mit lediglich fünf Minuten noch vergleichsweise gut bedient. Foto: ja
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vö - Lob für die nachhaltige Aufwertung des Fahrplans, scharfe Kritik an der Zuverlässigkeit: Michael Sittler, Chef der SPD-Kreistagsfraktion, teilt in einer aktuellen Stellungnahme in Richtung Hessische Landesbahn (HLB) kernig aus. Der Richsteiner, selbst Mitglied der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS), begrüßt zunächst die seit vergangenem Sonntag gültige Ausweitung des Angebotes der Linie RB 93 zwischen Siegen und Bad Berleburg auf einen einstündigen Takt auch an Sonntagen (die Siegener Zeitung berichtete).

Der sonntägliche Stundentakt ermögliche nun wieder die Anbindung an die Obere Lahntalbahn in Erndtebrück in Richtung Marburg, was Reisenden eine Wartezeit von einer Stunde erspare. „Für mich wäre es allerdings wünschenswert, wenn die HLB ihre Kräfte verstärkt darauf konzentrieren würde, dafür zu sorgen, dass die bisher angebotenen Fahrten auch tatsächlich stattfinden und dies pünktlich.“ Die seit dem Betreiberwechsel auf dieser Linie von der HLB erbrachten Leistungen seien „unterirdisch“, so Michael Sittler wörtlich.

Regelmäßige Verspätungen und Ausfälle von Zügen, besonders im Bereich zwischen Erndtebrück und Bad Berleburg, trieben die Kunden von der Schiene zurück in den Individualverkehr. Dies könne dann auch ein stündlicher Takt an Sonntagen nicht kompensieren. Besonders ärgerlich seien die Ausfälle von Zügen am frühen Morgen im Berufs- und Schülerverkehr, an Nachmittagen seien Verspätungen von 10 bis 25 Minuten in letzter Zeit keine Seltenheit gewesen.

Kritisiert wurde auch die mangelhafte Informationspolitik. Es hätten schlichtweg Informationen gefehlt, welche Alternativen es zu den ausgefallenen Zügen gegeben habe, sagte eine regelmäßige Bahnfahrerin im Gespräch mit der SZ.

Markus Stirnberg, stellv. Geschäftsführer des ZWS, wollte die Thematik auch überhaupt nicht schönreden: „Die Qualität der Linie RB 93 ist definitiv nicht gut.“ Es sei auch nicht von der Hand zu weisen, so Markus Stirnberg, dass es zuletzt zu Zugausfällen gekommen sei. Gerade die Ausfälle zwischen Erndtebrück und Bad Berleburg basierten aber auf einem betrieblichen Erfordernis. Weil die Strecke nur einzügig sei, werde die Linie in Erndtebrück bei vorhandenen Verspätungen zwangsläufig gebrochen – der Zug werde dann wieder nach Siegen zurückgeschickt, damit im Gegenlauf nicht eine noch größere Verspätung eingefahren werde. Der stellv. ZWS-Geschäftsführer: „Dann muss aber zwingend ein Schienenersatzverkehr zur Verfügung stehen. Das ist die Bedingung. Dafür hat die HLB zu sorgen.“

Inzwischen sei eine eigene Arbeitsgruppe zum Thema „Pünktlichkeit“ ins Leben gerufen worden, so Markus Stirnberg, in der sich Fahrdienstleiter und Triebfahrzeugführer regelmäßig austauschten. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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