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Hilfe für Mauersegler

Eleganter Flieger, leider gefährdet: der Mauersegler.
  • Eleganter Flieger, leider gefährdet: der Mauersegler.
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sz Siegen. Wer kennt sie nicht, die rasanten Flieger, die im Sommer die Stadt Siegen mit ihren gewagten Flugkünsten und Rufen beleben. Der Mauersegler ist ein außergewöhnlicher Vogel. Er verbringt sein gesamtes Leben, mit Ausnahme der Brutzeit, in der Luft, trinkt, frisst, pflanzt sich fort und schläft sogar im Flug.

Mauersegler fliegen schon wieder Anfang August Richtung Süden und verbringen in verschiedenen Regionen Afrikas bis hin zur Südspitze die Zeit bis April. Dann geht es zurück in die Brutgebiete in Europa, denn hier können die Mauersegler im Sommer fast rund um die Uhr nach Insekten jagen und sich und die Jungen ernähren. Mauersegler brüten in Ritzen, unter Dachpfannen, unter Schieferplatten, an hohen Brücken und großen Gebäuden wie Hochhäusern, Kirchen und Burgen. Sie legen zwei bis drei weiße Eier und ihre Jungen benötigen ca. 42 Tage bis zum Ausfliegen. In Brutplatznähe jagen sie gerne in Gruppen mit lauten „srii-srii“-Rufen durch die Straßen und über die Dächer, verbringen aber nur einen kurzen Sommer von Anfang Mai bis Ende Juli bei uns. Leider gehen die Bestände der Flugakrobaten seit Jahren zurück.

Durch die fortschreitende (und aus Sicht des Klimaschutzes auch erwünschte) Sanierung alter Wohngebäude und die moderne Bauweise neuer Häusern fehlen leider auch zunehmend Brutmöglichkeiten, so die Stadtverwaltung Siegen jetzt in ihrer Pressemitteilung. Die früher allgegenwärtigen Zugänge zu Hohlräumen an der Dachkante, zwischen Regenrinne und Dachziegeln oder zwischen Dachüberstand und Mauerwerk der Häuser würden zunehmend beseitigt. Doch was wäre ein Sommer ohne Mauersegler?

Damit auch künftig noch Mauersegler im Sommer im Stadtgebiet auf Insektenjagd gehen können, gibt es seit 2013 ein mehrjähriges Projekt zum Schutz der Mauersegler durch die Umweltabteilung der Stadt Siegen und dem Institut für Biologie der Universität Siegen. Neben mehreren Info-Veranstaltungen zum Mauersegler wurden zum Beispiel auch Gebäude mit Mauersegler-Nisthilfen ausgestattet, um den Vögeln im Stadtgebiet bessere Brutmöglichkeiten zu bieten.

Bei dem Vorhaben, einen Überblick über das aktuelle Vorkommen der Mauersegler in Siegen zu erhalten, können alle interessierten Siegener Bürger mitwirken. Sie sind nämlich aufgerufen, bekannte Brutplätze der Umweltabteilung der Stadt Siegen (Dr. Martin Wiedemann, Tel. 404-3447 oder E-Mail: m.wiedemann@siegen.de) oder dem Institut für Biologie der Universität Siegen (Mark Hase, E-Mail: Hase@chemie-bio.uni-siegen.de ) zu melden.

„Ab Mitte Juni füttern die Mauersegler ihre Jungen und fliegen dann im Durchschnitt zwei Mal pro Stunde ihr Nest an. Da sie die Nacht in ihrem Nest verbringen, sind daher Beobachtungen etwa 30 Minuten vor Sonnenuntergang am erfolgreichsten“, lautet der Tipp von Biologe Martin Wiedemann für eine erfolgreiche Sichtung.

Alle Infos zu der Aktion finden sich auf der Website „Mauersegler über Siegen“ unter https://apussiegen.wixsite.com/mauerseglersiegen. Wer noch mehr über Mauersegler erfahren oder sogar im nächsten Jahr eigene Nisthilfen anbringen möchte, kann sich ebenfalls gerne an die städtische Umweltabteilung wenden.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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