Himmel öffnete seine Schleusen

 Eben noch am Laptop gearbeitet, schwappt die braune Brühe ins Büro. Viele Bürger hatten kaum Zeit um zu reagieren. Foto: rai  Die Werrbachstraße in Biersdorf ist nach dem Starkregen in ein Matschfeld verwandelt worden. Foto: rai  Mit dem Mut der Verzweiflung suchten Anwohner der Burgstraße in Herdorf noch während des Gewitters nach den Gullys, um diese zu öffnen, damit das Wasser abfließen konnte. Foto: rita  Rasch setzten sich die Fangkästen der Gullys mit eingeschwemmtem Material zu. Foto: rita  Die Stadtverwaltung in Betzdorf hatte den Siegparkplatz schon früh absperren lassen – aus gutem Grund. Foto: goeb
  • Eben noch am Laptop gearbeitet, schwappt die braune Brühe ins Büro. Viele Bürger hatten kaum Zeit um zu reagieren. Foto: rai Die Werrbachstraße in Biersdorf ist nach dem Starkregen in ein Matschfeld verwandelt worden. Foto: rai Mit dem Mut der Verzweiflung suchten Anwohner der Burgstraße in Herdorf noch während des Gewitters nach den Gullys, um diese zu öffnen, damit das Wasser abfließen konnte. Foto: rita Rasch setzten sich die Fangkästen der Gullys mit eingeschwemmtem Material zu. Foto: rita Die Stadtverwaltung in Betzdorf hatte den Siegparkplatz schon früh absperren lassen – aus gutem Grund. Foto: goeb
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goeb -  Und zahlreiche Blauröcke im Kreis Altenkirchen ahnten bereits, dass es ein einsatzintensiver Tag werden würde. Dem war dann auch so. Besonders schwer traf es nach ersten SZ-Informationen das Daadener Land, Gebhardshain und Herdorf. Bäche und Flüsse schwollen bedrohlich an, an Steilstücken und Böschungen saugte sich das Erdreich mit Wasser voll, mitunter rutschte Erdreich hangabwärts oder wurde von den Fluten mitgerissen und überspülte so Straßen und Gehsteige.

Wehrleiter Heiko Lichtenthäler (Altbereich Herdorf) beispielsweise berichtete der Siegener Zeitung am Samstagvormittag in einem Telefonat aus dem Daadener Land, dass sämtliche acht Einheiten der Feuerwehr alarmiert worden seien und zu zahlreichen Einsätzen gefahren seien.

An vielen Stellen waren Bäche angeschwollen, hatten Kanäle die Wassermassen nicht mehr fassen können und die Gullydeckel zu Springbrunnen werden lassen, oder es waren ganz einfach neue Wasserläufe entstanden an Stellen, wo sie noch nie zuvor aufgetreten waren. Wasser sucht sich bekanntlich seinen Weg. Die Feuerwehr tat, was sie konnte, aber auch Nachbarschaften taten sich zusammen und versuchten das Schlimmste zu verhindern.

An der Burgstraße in Herdorf beispielsweise hatte sich der Asphalt in einen See verwandelt. Fieberhaft suchte man nach den Gullydeckeln, um diese auszuheben und an die Fangkästen zu gelangen. Die waren alle rasch verstopft, nachdem Oberflächenwasser vielerorts Schlamm und Geröll mitführte.

Aus dem Raum Wissen wurde bekannt, dass das Telefon-Festnetz in Teilen ausgefallen war, vermutlich deshalb, weil Schaltkästen in ihrer Funktion beieinträchtigt worden waren. Weite Teile des Tages regnete es weiter, wenn auch nicht so stark.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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