Viele Bäume sind Naturdenkmäler
Historie, die stetig wächst

Egal ob beim Wandern, Fahrradfahren oder „Gassi“ gehen – beim genaueren Hinschauen findet man gerade in der heimischen Natur viele schöne und große Bäume, wie hier auf der Weidekämpe in Gernsdorf.
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  • Egal ob beim Wandern, Fahrradfahren oder „Gassi“ gehen – beim genaueren Hinschauen findet man gerade in der heimischen Natur viele schöne und große Bäume, wie hier auf der Weidekämpe in Gernsdorf.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

gro Siegen. In den vergangenen Jahren ist über die Bäume in der Region viel geschrieben und diskutiert worden. Erst die Trockenheit, die den Grünflächen sehr zugesetzt hat, und dann schließlich der Borkenkäfer, der die Wälder an vielen Stellen gar zerstört hat. Was man jedoch trotz der vielen negativen Meldungen nie vergessen sollte – Bäume sind ein Stück Jahrzehnte lange Geschichte, die stetig in den Himmel wächst.

Mit ca. 50 Prozent Waldanteil ist Siegen eine Stadt im Grünen, umgeben von Wäldern. Doch auch das Stadtgebiet und viele Dörfer werden durch einzelne Bäume aufgewertet. Große und alte Exemplare spielen hierbei eine ganz besondere Rolle. Sie sind mit ihren ausladenden Kronen nicht nur von ökologischer Bedeutung, sondern haben auch einen hohen historischen und symbolischen Stellenwert. Schon im Mittelalter galten große Bäume als Mittelpunkt eines Dorfes. In vielen ländlichen Regionen, wie unserer, sind sie noch heute zu finden. „Wir haben wirklich einige schöne, große und besondere Bäume in der Region“, so Bertram Nöll von der Naturschutzbehörde Kreis Siegen-Wittgenstein.

260 Bäume unter Naturschutz

Aufgrund ihrer Bedeutung für die Natur und den Menschen wurden viele dieser Riesen in den vergangenen Jahren unter Naturschutz gestellt. „Der Schutz ist wichtig, damit die Einzelschöpfungen der Natur erhalten bleiben und nicht durch Baumaßnahmen oder sonstige Belange entfernt werden“, erklärt Nöll. Insgesamt seien es um die 260 Objekte im Innenbereich der Stadt und um die 130 im Außenbereich, sprich in den Wäldern, die unter Naturschutz stehen. Unter einem Objekt verstehe man jedoch nicht nur Einzelbäume, sondern auch Baumreihen und ganze Gebiete. „In einem Objekt können also auch zwei bis zehn Bäume geschützt sein“, stellt Nöll klar, sodass es in Summe viel mehr als 390 Bäume seien.

Gerade die alten und großen Exemplare seien jedoch besonders anfällig und könnten leicht zur Gefahr für Wanderer und Autos werden. „Die Bäume müssen selbstverständlich regelmäßig begutachtet werden“, so Nöll. Neben dem „Trockenholz“, das rausgeschnitten werden müsse, seien auch ein möglicher Befall und die Standfähigkeit zu kontrollieren.

Ökosystem ohne Gewächse kaum vorstellbar

Oft sei einem nicht bewusst, wie wichtig die Bäume tatsächlich sind. Unser globales Ökosystem sei laut einiger Experten ohne die Gewächse kaum vorstellbar. Sie bieten demnach nicht nur Sauerstoff und Schutz, sondern sind auch eine Nahrungsquelle für Mensch und Tier. Bäume sind zudem hervorragende Schattenspender und Kohlenstoffspeicher, sie bremsen den Klimawandel und liefern uns den begehrten Baustoff Holz.

Die SZ hat sich anlässlich des „Tag des Baumes“ in der Region umgesehen, welche besonderen und historischen Schätzchen auch hier Tag für Tag weiter in den Himmel wachsen.

Die über 180 Jahre alte Rosskastanie steht am Löhrtor in Siegens Innenstadt. Mit einem Stammumfang von 4,3 Metern steht auch sie unter Naturschutz. Mittlerweile ragt die gigantische Baumkrone über die Straße.

Die majestätische „Bärenwaldeiche“ bei Niederholzklau ist in etwa 650 Jahre alt und zählt zu den ältesten in der Region. Sie hat einen Umfang von etwa 5 Metern und eine Höhe von etwa 30 Metern. Seit 1988 ist sie als Naturdenkmal geschützt.

Dieser knapp 150 Jahre alte Bergahorn steht auf der Brunnenwiese am Oberen Schloss in Siegen. Er stand früher im Bereich des im Zweiten Weltkrieg zerbombten Schlosscafés. Der historische Baum blieb damals unversehrt.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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