Hochhaus in Kulturlandschaft

Uni lädt zur Ausstellung »Power Towers« ein

kk Siegen. Immer mehr Menschen leben auf der Erde. Die zur Verfügung stehende Fläche indes wächst nicht. Ein Lösungsansatz, ausreichend Wohnraum zu schaffen und anzubieten sind Hochhäuser. Die waren nach dem 11. September 2001 in Verruf gekommen, erleben aber mittlerweile eine Renaissance. Und das nicht nur in den großen Architekturbüros, sondern auch an der Universität Siegen. Die Aufgabenstellung erhielten die Studierenden am Fachbereich Architektur/Städtebau zwar vor dem Terroranschlag in New York. Die Ausstellung der Ergebnisse unter dem Titel »Power Towers« kommt nun aber zur rechten Zeit.

Zwei Themen wurden angegangen. Einerseits galt es, eine vertikale Erweiterung des Nürnberger Messegeländes auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände zu konzipieren, andererseits ging es darum, eine städtebauliche Vision »Berlin 2054« zu zeichnen. Für die kleine Exposition auf der Ausstellungsbrücke im Gebäudekomplex an der Paul-Bonatz-Straße verantwortlich zeichnen Prof. Dr.-Ing. Horst M. Höfler sowie Prof. Dr. Christian W. Thomsen.

Für die Erweiterung des Nürnberger Messegeländes sei bislang ein Landschaftsverbrauch von 250000 m2 vorgesehen. Höfler: »Wir weisen nach, dass, sollte man die Erweiterung vertikal angehen, nur eine Fläche von 25000 m2 benötigt wir.« Bei einem Quadratmeterpreis von etwa 500 e laufe das auf immense Einsparungen hinaus, mit denen wiederum die Hälfte der Baukosten bestritten werden könnte. Im Sommer wollen die Siegener mit ihren Ideen und Plänen in Nürnberg vorstellig werden. Ein weiterer Vorteil vertikaler Lösungen: »Die übrige Fläche könnte Natur bleiben.« Quasi eine Hochhaus-Vision in idyllischer Kulturlandschaft.

Glaubt man den Experten, können Hochhäuser – richtig geplant und gebaut – etlichen Problemen abhelfen. Sie könnten helfen Fläche zu sparen, Natur zu bewahren und den Energieverbrauch drastisch zu senken. Das Nürnberger Meisterstück ist nach Ansicht des Hochschullehrers Frank Eckhardt und Claudia Pucker gelungen. Ihr Entwurf sieht ein Hochhaus mit 120 Etagen vor, das mit Energieumwandlungstechniken ausgestattet ist.

Prof. Thomsen als – so Höfler – »Architekturideologe« erläuterte einige markante Hochhausbauten in aller Welt. Vor allem die brandaktuelle Diskussion um die Zukunft von »Ground Zero« in New York rücke den Hochhausbau wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Er riet den wenigen bei der Ausstellung anwesenden Studierenden an viel zu reisen. Thomsen: »Nur so wird das etwas.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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