Hoffen auf Rettungshubschrauber

 In wenigen Minuten wäre der Rettungshubschrauber mit Winde von Meschede-Schüren in Bad Berleburg, Bad Laasphe oder Erndtebrück. Foto: Luftrettung Sauerland
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howe - Sie kommen mit einer Idee angeflogen, die sich für die medizinische Versorgung im ländlichen Raum gar nicht so schlecht anhört: Eine Notärztin und zwei Rettungsassistenten aus dem Hochsauerlandkreis sowie zwei Lehrrettungsassistenten aus Olpe und dem Märkischen Kreis haben den Förderverein Luftrettung Sauerland gegründet, um am Flugplatz in Meschede-Schüren einen Rettungshubschrauber vorzuhalten. Das scheint im ersten Moment nicht die Baustelle für einen Wittgensteiner zu sein, doch bei genauem Hinsehen soll auch die hiesige Region von dem Hubschrauber profitieren. Auf der Internetseite veröffentlicht der Förderverein ein Flugzeiten-Radar. Und siehe da: Der Hubschrauber wäre in zwölf Minuten in Siegen, in etwa zehn, elf Minuten dürfte er in Bad Laasphe sein. Noch etwas schneller trifft er in Bad Berleburg ein, das von Schmallenberg (fünf Minuten) nicht weit entfernt ist.

Die Förderer haben genaue Vorstellungen von der Umsetzung ihrer Idee. Eine Sikorsky S-76A, ein Mehrzweckhubschrauber mittlerer Größe, wirbt auf der Internetseite, sogar ein Partner für den Flugebetrieb soll mit der HeliJet Charter GmbH aus Dortmund bereits gefunden worden sein. Den Rettern geht es darum, der Bevölkerung 24 Stunden – also rund um die Uhr – einen Zugang zur medizinischen Maximalversorgung zu ermöglichen. Mit dem Hubschrauber würden natürlich auch die notärztlichen Hilfsfristen verkürzt. Aktuell hat der Förderverein ein Unternehmen mit 200.000 Euro Stammkapital gegründet.

Dieser Tage nutzte die Siegener Zeitung die Gelegenheit, mit Rettungsassistent Markus Hennecke zu sprechen, der sich optimistisch gibt, was die Realisierung des Projekts anbetrifft. Ein entsprechender Genehmigungsantrag liegt nämlich beim zuständigen Regierungspräsidium in Münster. „Was die Rettungshubschraubertätigkeit angeht, liegt unserem Dezernat für Gefahrenabwehr ein entsprechender Antrag vor. Dieser wird geprüft“, hieß es dort auf Anfrage der SZ. Derweil sind die Förderer von der Luftrettung Sauerland guter Dinge. Im Mai sei man vor Ort in Münster gewesen und habe „ein positives Gespräch“ geführt. Die Finanzierung für das Equipment und die Maschinen stehe, wegen der Flüge und der Einsätze müssten dann Gespräche mit den Kostenträgern aufgenommen werden. Das wiederum könne erst erfolgen, wenn auch die Genehmigung von der Bezirksregierung vorliege.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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