Horrorszenario im Tunnel

 Die stillen Beobachter der Übung waren immer mit Notizblock präsent, ob beim Abdichten des Lecks am Bohrölfass oder beim Einsatz mit der Rettungsschere. Fotos: rai
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rai -  Im Barbara-Tunnel, der täglich von rund 12 500 Fahrzeuge passiert wird, ging am Samstagnachmittag nichts mehr: Am Südportal waren ein mit Gefahrstoff beladener Lkw, ein Schulbus und zwei Autos kollidiert. Viele Menschen waren verletzt und eingeklemmt. Es war dies das äußerst ambitionierte Szenario, das Josef Kipping, stellv. Wehrführer in Betzdorf, den 160 Einsatzkräften von Feuerwehr, THW und Rotkreuz für die Großübung im 378 Meter langen Tunnel vorgegeben hatte.

Folgendes hatte sich fiktiv ereignet: Am Südportal war ein Geisterfahrer mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert. Ein mit Gefahrstoff beladener Lkw schiebt daraufhin einen Schulbus gegen die Tunnelwand. Insassen sind in Fahrzeugen eingeklemmt, ein Zweiradfahrer unter dem Lkw. Etwas mehr als eine Stunde nach der Alarmierung war mit dem eingeklemmten Busfahrer die letzte Person gerettet und an das DRK übergeben. 

Es sei ein Extrem, das man hoffentlich nie erleben werde, aber auch nicht ausschließen könne, sagte Josef Kipping. Es komme schon mal vor, dass jemand falsch in den Tunnel fahre. „Im Normalfall wäre die Innenstadt in fünf Minuten vollgelaufen“, verwies der stellv. Wehrführer auf das damit verbundene Verkehrschaos. Das würde den Rettungskräften den Weg extrem erschweren. Kreisfeuerwehrinspekteur Dietmar Urrigshardt war sich der Tatsache bewusst, dass bei dieser Übung optimale Voraussetzungen vorhanden waren. Im Einsatzfall sehe das ganz anders aus, schon mit der Verkehrssituation würde man Probleme bekommen. Wichtig sei, dass das Zusammenwirken der einzelnen Hilfsorganisationen geübt werde, und „das hat ganz gut funktioniert“, attestierte Urrigshardt.

Peter Schwan von der Polizeiinspektion berichtete, dass sich einige Autofahrer beschwert hätten, weil der Tunnel eine halbe Stunde früher als auf Schildern angegeben gesperrt worden sei. Aus Fahrtrichtung Kirchen habe sich der Verkehr aufgrund der Ampel an der Wilhelmstraße etwas gestaut.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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