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Hürden abbauen

SZ-Redakteur Christian Hoffmann.

E-Autos, E-Roller und E-Bikes: Auch unsere Straßen sind längst zum Experimentierfeld smarter Mobilität geworden, der öffentliche Nahverkehr im südlichen Südwestfalen sieht dagegen alt aus. Sowohl das Internetangebot vom Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd wie auch der World-Wide-Web-Auftritt und die seit 2013 (!) bestehende App der VWS: umständlich, eine altmodische Fahrplanauskunft samt Preistafel im Stil öffentlicher Bekanntmachungen. Das Bezahlen per Handyticket: Fehlanzeige, die Politik debattiert „Visionen“ (s. l.).
Sie sollte jedoch für die digitale Zukunft erst einmal die Vergangenheit aufarbeiten: Der ÖPNV wird größtenteils mit Infrastrukturen und mit Linienplanungen abgewickelt, die aus dem letzten Jahrhundert stammen.

E-Autos, E-Roller und E-Bikes: Auch unsere Straßen sind längst zum Experimentierfeld smarter Mobilität geworden, der öffentliche Nahverkehr im südlichen Südwestfalen sieht dagegen alt aus. Sowohl das Internetangebot vom Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd wie auch der World-Wide-Web-Auftritt und die seit 2013 (!) bestehende App der VWS: umständlich, eine altmodische Fahrplanauskunft samt Preistafel im Stil öffentlicher Bekanntmachungen. Das Bezahlen per Handyticket: Fehlanzeige, die Politik debattiert „Visionen“ (s. l.).
Sie sollte jedoch für die digitale Zukunft erst einmal die Vergangenheit aufarbeiten: Der ÖPNV wird größtenteils mit Infrastrukturen und mit Linienplanungen abgewickelt, die aus dem letzten Jahrhundert stammen. Die Busse kommen immer zur gleichen Zeit, halten an denselben Stellen, fahren leer oder voll. Das ist wenig nutzerorientiert, geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei.
Das geht auch anders, wie der nördliche Nachbar bzw. der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr beweist. Die VVR-App und das Handyticket sind nur zwei Beispiele für das Abbauen von Hürden im ÖPNV. Okay, kleiner Trost: Der Preis stimmt schon einmal. Ein Tagesticket schlägt in der kleinen Großstadt Siegen mit mindestens 6,50 Euro zu Buche, das 24-Stunden-Ticket für die fünfköpfige Gruppe gibt es ab 12,90 Euro. Da sind die Über-100 000-Einwohner-Städte Remscheid, Herne und Hagen – alle Mitglied im VVR – mit 7,20 bzw. weit über 20 Euro doch wesentlich teurer. Der Preis allein aber macht es nicht!

c.hoffmann@siegener-zeitung.de

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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