»Ich glaube an dieses Unternehmen«

Autoland Grab: Eröffnung des Insolvenzverfahrens / Investoren interessiert

ch Siegen. Noch eine schlechte Nachricht aus dem arg gebeutelten Automobilhandel: Die Siegener Autoland Grab GmbH hat bereits am Mittwoch beim Amtsgericht Siegen den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht hat daraufhin den Kölner Rechtsanwalt Dr. Christoph Niering zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt und Sicherungsmaßnahmen angeordnet.

Grab-Geschäftsführer Bernhard Schilling zeigte sich gestern im Gespräch mit der SZ trotz der misslichen Lage zuversichtlich: »Ich glaube an dieses Unternehmen«, der Fortbestand des Betriebes mit Neu- und Gebrauchtwagenhandel sowie Werkstattbetrieb und Ersatzteilverkauf soll kurzfristig gesichert werden. Bereits in der nächsten Woche sind Gespräche mit den beteiligten Banken – Ford Bank und Sparkasse Siegen – und potenziellen Investoren geplant. Schilling dazu: »Eine Lösung liegt nahe, es gibt sehr interessierte Investoren.«

Die werden sich das Siegener Traditionsunternehmen genauer anschauen. Das Autohaus beschäftigt derzeit 40 Mitarbeiter. Der Betrieb ist in der Region rund um das Oberzentrum Siegen der einzige Ford-Vertragshändler. Erst im Sommer 2002 hatte Schilling das damals vor der Pleite stehende Autohaus Ferdinand Grab GmbH übernommen, die Nachfolgegesellschaft Autoland Grab gegründet, deren alleiniger geschäftsführender Gesellschafter er seitdem ist. Trotz der Alleinstellung auf dem heimischen Markt schaffte es das Unternehmen nicht, die selbst gesteckten Zielvorgaben beim Neuwagenabsatz und bei der Eroberung neuer Marktanteile (derzeit: 4,8 Prozent, in 2002: 4,5 Prozent) zu erfüllen. Gründe u.a.: Die enorme Kaufzurückhaltung im Neuwagengeschäft und daraus resultierend sinkende Renditen. »Wir haben es in der kurzen Zeit nicht geschafft, bei steigenden Kosten ausreichend Wachstum zu erzeugen«, sagte Bernhard Schilling der SZ – es rechnet sich betriebswirtschaftlich nicht mehr. Deshalb zog der Unternehmer die Reißleine.

Der Geschäftsbetrieb wird trotz des Insolvenzantrages »in uneingeschränktem Umfang in allen Geschäftsfeldern fortgeführt«. Auch die Zahlung von Löhnen und Gehältern für die nächsten Monate sei komplett gesichert.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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