Idee für eine Moschee

 Auf dem Gelände des ehemaligen Betonsteinwerks Brenner möchte die Ahmadiyya-Gemeinde Betzdorf eine Moschee bauen. Foto: thor
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dach - 2015 sollte es noch ein Wohnprojekt sein, nun hat sich der Ortsgemeinderat erneut mit einer Bauvoranfrage für das Gelände des ehemaligen Betonsteinwerks Brenner zu befassen – diesmal für die Errichtung einer Moschee. Die Ahmadiyya Muslim Jamat möchte auf dem Areal an der Heller- bzw. Hauptstraße ein Gebetshaus samt kleinem Minarett errichten.

Bislang hat der eingetragene Verein mit rund 70 Mitgliedern seinen Sitz an der Burgstraße in Betzdorf, zuvor war er in Kirchen angesiedelt. „Den Wunsch, in Alsdorf zu bauen, gibt es schon länger“, sagte Athar Iqbal auf Anfrage der Siegener Zeitung. Der Beauftragte für interreligiösen Dialog der muslimischen Gemeinde betonte allerdings auch, dass man noch ganz am Anfang der Planungen stehe. So gehöre das Gelände beispielsweise noch gar nicht der Gemeinde. In das Projekt sei indes auch die deutsche „Ahmadiyya-Zentrale“ in Frankfurt eingebunden. Aus der Bankenmetropole wird das religiöse Leben der 40 000 Gläubigen in Deutschland koordiniert. „Liebe für alle, Hass für keinen“ lautet das Motto der Religionsgemeinschaft. „Wir versuchen, das zu leben und umzusetzen“, so Iqbal.

Für Alsdorfs Ortsbürgermeister Rudolf Staudt ist die Bauvoranfrage „mal was anderes“. Der Rat hat sich in seiner Sitzung am 2. November mit dem Herstellen des Einvernehmens zu beschäftigen. Dazu werde den Ratsmitgliedern auch eine entsprechende Zeichnung präsentiert. Staudt wies darauf hin, dass es sich um eine Prüfung nach rein rechtlichen Kriterien handelt. Sollten die Planungen mit den baulichen Vorgaben übereinstimmen, könne man als Ortsgemeinde dem Projekt nicht einfach einen Strich durch die Rechnung machen. Ganz aus der Luft gegriffen ist dieser Aspekt nicht: Nachdem erste Gerüchte im Dorf die Runde gemacht hatten, sei er bereits mit ersten Vorbehalten des ein oder anderen konfrontiert worden, so der Ortsbürgermeister.

„Mit im Boot“ ist derweil auch die Struktur- und Genehmigungsdirektion, weil das Gelände unmittelbar an der Heller liegt (Hochwasserzone). Und auch die Kreisverwaltung mit ihrer Bauabteilung muss ihre Zustimmung erteilen. Das sei bei einem ähnlichen Vorhaben vor einigen Jahren am ehemaligen Steilmann-Gelände nicht der Fall gewesen. Aber dabei habe es sich um einen sogenannten Außenbereich gehandelt, so Staudt. Das ist nun anders. Das rund 5500 Quadratmeter große Brenner-Areal liegt in einem Bereich, der vorwiegend dem Wohnen dient.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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