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Warnstreik auf dem Bismarckplatz Weidenau
IG Metall kann "Jammern der Arbeitgeber" nicht mehr hören

Kundgebung der IG Metall auf dem Bismarckparkplatz in Weidenau.
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juka Weidenau. Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen der Eisen- und Stahlindustrie am 26. März hat die IG Metall am Dienstag zu einem Warnstreik auf dem Weidenauer Bismarckplatz aufgerufen. Auch diesmal fand die Aktion aufgrund der Corona-Pandemie, wie schon vor drei Wochen mit den Beschäftigten aus der Metall- und Elektroindustrie, im Autokino-Format statt. Diesmal ließen die Mitarbeiter aus der Eisen- und Stahlindustrie die Arbeit für einige Zeit ruhen.

150 Auto

juka Weidenau. Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen der Eisen- und Stahlindustrie am 26. März hat die IG Metall am Dienstag zu einem Warnstreik auf dem Weidenauer Bismarckplatz aufgerufen. Auch diesmal fand die Aktion aufgrund der Corona-Pandemie, wie schon vor drei Wochen mit den Beschäftigten aus der Metall- und Elektroindustrie, im Autokino-Format statt. Diesmal ließen die Mitarbeiter aus der Eisen- und Stahlindustrie die Arbeit für einige Zeit ruhen.

150 Autos auf dem Bismarckparkplatz Weidenau

Rund 150 Fahrzeuge, ausgestattet mit roten Fahnen und Schals, rollten auf den Platz, ihre Insassen verschafften sich mit lautem Hupen Gehör für ihre Interessen. „Siegen ist, bleibt und soll immer Stahlregion sein. Der Stahl gehört zu der Stadt wie die Sieg“, rief der erste Bevollmächtigte der IG Metall Siegen, Andree Jorgella, seinen Mitstreitern in den Fahrzeugen zu. Man wolle vor der dritten Verhandlungsrunde, die im Gegensatz zu den ersten beiden in Präsenz stattfinden wird, noch einmal Druck machen und ein deutliches Zeichen setzen, so Jorgella.

Warnstreik-Kundgebung im Autokino-Format

Die Forderungen der Gewerkschaft sind klar. Vier Prozent Volumen zur „Stärkung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen, aber auch als Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung“ will die Gewerkschaft haben. Auch in der Krise seien diese Forderungen und die Warnstreiks gerechtfertigt, unterstrich Bezirksleiter Knut Giesler. „Ich kann das Jammern der Arbeitgeber nicht mehr hören. Ja, 2020 war eine Katastrophe. Aber auch für die Beschäftigten“, hob Giesler hervor.

Bezirksleiter Knut Giesler fordert ein besseres Angebot von Arbeitgeberseite.
  • Bezirksleiter Knut Giesler fordert ein besseres Angebot von Arbeitgeberseite.
  • Foto: kay
  • hochgeladen von Julian Kaiser

Deshalb müsse man jetzt gemeinsam nach vorne schauen. „Vier Prozent ist die richtige Forderung in dieser Zeit“, betonte der Bezirksleiter – zumal der Stahlmarkt seit Ende 2020 explodiert sei.

IG Metall will Perspektive für Azubis

Darüber hinaus fordert die IG Metall die Verlängerung der Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung, zur Altersteilzeit sowie zu den Werksverträgen. Auch Ausbildungsplätze sollen geschaffen werden und die Übernahme gewährleistet sein. „Wir müssen den jungen Menschen eine Perspektive bieten“, appellierte Giesler, der während der Veranstaltung bereits zu seinem nächsten Auftritt in Duisburg abreiste. Die bisherigen Angebote von Arbeitgeberseite gingen nicht weit genug. „Die Beschäftigten haben das ganze Jahr in Unsicherheit gearbeitet und sich Risiken ausgesetzt. Jetzt erwarten wir auch die Wertschätzung der Arbeitgeber“, unterstrich Jorgella. Und das am liebsten schon in der dritten Runde am 26. März.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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