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Digitale Messe-Plattform gestartet
IHK kurbelt Azubi-Markt an

Sucht beispielsweise ein junger Mensch eine Ausbildungsstelle als Bauzeichner, kann er sich ab sofort über eine von der IHK Siegen ins Leben gerufene digitale Messe-Plattform informieren.
  • Sucht beispielsweise ein junger Mensch eine Ausbildungsstelle als Bauzeichner, kann er sich ab sofort über eine von der IHK Siegen ins Leben gerufene digitale Messe-Plattform informieren.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mir Siegen/Olpe. Corona hat alles geschüttelt und gerührt, um mit James Bond zu sprechen, selbst der Ausbildungsmarkt ist in Schlingern geraten. 500 weniger Azubi-Verträge stehen bei der IHK Siegen in der Statistik, die traditionellen Ausbildungsmessen in Siegen und Olpe können wegen der Pandemie nicht stattfinden. Was ist zu tun in einer solchen Zwickmühle?
Mit heißer Nadel hat die Kammer in den vergangenen drei Wochen eine digitale Messe-Plattform gestrickt und am Freitag zumindest für den Siegener Beritt online geschaltet. 41 Aussteller/Unternehmen sind am Start, bis Montag erhöht sich die Präsenz auf 60. Exakt 269 Berufe sind mit ausführlichen Informationen, Videos und grafischen Darstellungen darin enthalten, dazu passend außerdem elf duale Studiengänge.

mir Siegen/Olpe. Corona hat alles geschüttelt und gerührt, um mit James Bond zu sprechen, selbst der Ausbildungsmarkt ist in Schlingern geraten. 500 weniger Azubi-Verträge stehen bei der IHK Siegen in der Statistik, die traditionellen Ausbildungsmessen in Siegen und Olpe können wegen der Pandemie nicht stattfinden. Was ist zu tun in einer solchen Zwickmühle?
Mit heißer Nadel hat die Kammer in den vergangenen drei Wochen eine digitale Messe-Plattform gestrickt und am Freitag zumindest für den Siegener Beritt online geschaltet. 41 Aussteller/Unternehmen sind am Start, bis Montag erhöht sich die Präsenz auf 60. Exakt 269 Berufe sind mit ausführlichen Informationen, Videos und grafischen Darstellungen darin enthalten, dazu passend außerdem elf duale Studiengänge.

Moderne Plattform in Sachen Ausbildungsplatz

Dagmar Gierse heißt die Fachfrau, die bei der IHK in dem Projekt federführend aktiv ist. Sie verantwortet das Referat „Berufliche Bildung und Projektkoordination“ bei der IHK. Kurz gesagt, die bodenständige Kammer hat den Unternehmen und den hoffentlich interessierten jungen Leute eine moderne Plattform in Sachen Ausbildungsplatz geschaffen. Alles ist simpel strukturiert und damit leicht zu finden.
Wie findet ein junger Mensch das Passende? Zum Beispiel als Bauzeichner-Azubi. Kurz-Infos der Agentur für Arbeit skizzieren das Berufsbild. Mit einem Klick tauchen alle die Firmen auf, die in dem Segment ausbilden. Jedes Unternehmen stellt sich und seine Möglichkeiten, seine Ansprechpartner und sonstige Details vor. „Kleine Filmchen mit Ton sind natürlich auch dabei“, weiß Klaus Fenster, IHK-Geschäftsführer mit dem Schwerpunkt auf der beruflichen Bildung. In gleicher Weise stellt die IHK die dualen Studiengänge vor.

Nutzung für die Unternehmen kostenlos

Wer schon ungefähr eine Ahnung hat, bei welchem Unternehmen er gerne landen möchte, der klickt von A bis Z alles durch und bekommt das Info-Paket in kompakter Form sofort auf den Bildschirm. „Die Nutzung ist für die teilnehmenden Unternehmen kostenlos und bietet somit ein weiteres Angebot zur Fachkräftesicherung in Siegerland, Wittgenstein und Olpe an“, sagt Dagmar Gierse mit Überzeugung.
500 Lehrverträge weniger als im Jahr zuvor, dieses Minus mochte die IHK nicht schweigend akzeptieren. Die IHK-Mitarbeiter haben sich folglich an die Arbeit gemacht und tatsächlich in vielen, vielen Gesprächen mit 600 Ausbildungsbetrieben noch knapp 400 offene Stellen akquiriert. Ein Erfolg, der sich durchaus sehen lassen kann. Diese „Last-Minute-Ausbildungsplätze“ sind alle auf der IHK-Homepage zu finden, sie werden außerdem zusätzlich über alle Social-Media-Kanäle beworben. Nach den Gründen zu fragen, ist einfach: „Corona hat seit dem 13. März alles zum Erliegen gebracht, im Mai ist dann klar geworden, dass wir diese große Anzahl an Azubi-Verträgen weniger zur Verfügung haben“, gesteht Klaus Fenster ein.

Ausbildungsplatzbörsen in drei Kommunen

Vor der Corona-Pandemie war alles anders, klare Sache, vielleicht auch vieles einfacher und besser. Die Azubi-Zahlen entwickelten sich beinahe im Alleingang weiter, es gab nur eine Richtung nach oben – zusätzliche Aktionen (Nachvermittlung) gab es allenfalls im Oktober. Coronabedingt startet die „Last Minute Ausbildungsplatzbörse“ bereits in der kommenden Woche. – Die Termine:

  • Siegen: Montag, 24. August, 14 bis 17 Uhr, Foyer Siegerlandhalle;
  • Olpe: Dienstag, 25. August, 14 bis 17 Uhr, Stadthalle Olpe; 
  • Bad Berleburg: Mittwoch, 26. August, 15.30 bis 17 Uhr, Berufskolleg Bad Berleburg. 

Berater der Kammern, der Kreise und der Arbeitsagentur weisen an allen drei Tagen auf offene Ausbildungsstellen hin, stellen Kontakte zu den Unternehmen her. Für interessierte junge Menschen besteht die Chance, vor Ort ein kostenloses Bewerbungsfoto zu machen. Wer will, kann auch einen Bewerbungscheck absolvieren und seine Möglichkeiten testen. Alles mit Maske und Mindestabstand, die Berater dürfen seuchenbedingt nur einzeln angesprochen werden.
Weitere Informationen: Dagmar Gierse, Telefon (02 71) 33 02-2 04, E-Mail an dagmar.gierse@siegen.ihk.de.

Für 2021 ist eine Messe-App in Arbeit

Fazit: Die digitale Messe-Plattform hat Potenzial, ist gut aufgemacht und bietet alle erdenklichen Möglichkeiten. Corona hat in dem Fall der Digitalisierung einen deutlichen Schub verliehen.
Trotzdem denken die Verantwortlichen im Hause IHK daran, die Ausbildungsmessen alter Art auf jeden Fall im Jahr 2021 fortzusetzen. Es gibt für Siegen sogar schon einen Termin: 16./17. Juni 2021, Siegerlandhalle. Klaus Fenster hat eine klare Meinung: „Die künftigen Auszubildenden müssen doch ein Gefühl dafür bekommen, in welchen Betrieb passe ich gut rein und in welchen nicht. Das lässt sich besser mit persönlicher Präsenz erreichen, der Kontakt Auge in Auge fehlt auf dem Bildschirm.“ Sagt der IHK-Experte. Und der junge Kollege vom Radio ist überzeugt: „Ein Zoom-Meeting kann das auch leisten.“
Man wird sehen, was Corona im nächsten Jahr zulässt und was nicht. Vorsorglich will die IHK deswegen technologisch einen Schritt nach vorne wagen: „Eine Messe-App für 2021 ist in Arbeit.“

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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