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Zum internationalen Tag des Bleistifts
Ihre Bilder hinterlassen Spuren

Saskia Klotz zeichnet für ihr Leben gerne – und hat deshalb ihr Hobby zum Beruf gemacht.
  • Saskia Klotz zeichnet für ihr Leben gerne – und hat deshalb ihr Hobby zum Beruf gemacht.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

ap Siegen/Freudenberg. Vom Kind bis zum Künstler wird er täglich genutzt: der Bleistift. Das über 450 Jahre alte Schreibutensil ist auch im digitalen Zeitalter alles andere als aus der Mode gekommen – ganz im Gegenteil: In zahlreichen Youtube-Videos, Pinterest-Tutorials und Co. finden sich Anleitungen zum Handlettering, Skizzieren und Zeichnen. Worauf man als ambitionierter Anfänger achten sollte, weiß auch Saskia Klotz.

Die talentierte Freudenbergerin ist schon früh an den Stift gekommen: Bereits als Kind hat sie in jeder freien Minute gezeichnet, sich an Formen, Perspektiven und Schattierungen geübt, später dann Kunstkurse besucht, ein Grafikdesign-Studium absolviert und schließlich ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht.

ap Siegen/Freudenberg. Vom Kind bis zum Künstler wird er täglich genutzt: der Bleistift. Das über 450 Jahre alte Schreibutensil ist auch im digitalen Zeitalter alles andere als aus der Mode gekommen – ganz im Gegenteil: In zahlreichen Youtube-Videos, Pinterest-Tutorials und Co. finden sich Anleitungen zum Handlettering, Skizzieren und Zeichnen. Worauf man als ambitionierter Anfänger achten sollte, weiß auch Saskia Klotz.

Die talentierte Freudenbergerin ist schon früh an den Stift gekommen: Bereits als Kind hat sie in jeder freien Minute gezeichnet, sich an Formen, Perspektiven und Schattierungen geübt, später dann Kunstkurse besucht, ein Grafikdesign-Studium absolviert und schließlich ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Die 30-Jährige verrät, wie sie ihre (Motiv-)Ideen auf Papier bringt, bevor diese ihren Kunden im wahrsten Sinne unter die Haut gehen.

Härtegrad bestimmt die Farbe

Damit der Zeichenprozess leichter von der Hand geht, greift sie auf spezielles Zeichenpapier zurück. „Das ist dicker und hat eine glattere Oberfläche“, erklärt die 30-Jährige. Ob der „Bleier“ rund, drei- oder sechskantig ist, ist nicht mehr als eine Sache der (ergonomischen) Vorliebe. Im Gegensatz zur Stiftform spielt aber die Mine eine bedeutende Rolle: Der Härtegrad entscheidet nämlich über die Schwärze der Farbe.

Die Ziffer „H“ steht dabei für „hard“ und einen eher gräulichen Abstrich. Weiche Minen sind mit einem „B“ (englisch: „black“) gekennzeichnet. Der mittlere und gängigste Härtegrad in der Range von 10H bis 12B ist „HB“ – und den empfiehlt auch die Expertin. „Mehr braucht es eigentlich nicht“, sagt Klotz, „den Rest kann man mit dem eigenen Druck ausgleichen.“

Mit einfachen Gegenständen starten

Man solle dann mit einfachen Gegenständen, wie beispielsweise einem Apfel, anfangen und sich am besten ein Gerüst vorzeichnen, empfiehl Klotz. Das heißt: Zuerst einen Kreis ziehen und dann nach und nach erst die Details ausarbeiten. Für die richtigen Proportionen könne es helfen, vorab mit den Fingern ein grobes Maß zu nehmen. Bei sehr detaillierten Zeichnungen mit viel Tiefe und unterschiedlichen Formen sei ein Raster zudem sehr hilfreich. Für die richtige Perspektive könne man mit einem Fluchtpunkt arbeiten.

So richtig schwierig werde es erst, wenn es um die Feinheiten geht. „Eine falsche Schattierung macht alles kaputt“, erzählt die Tätowiererin vom Studio „Atelier 7“ in Siegen – das sei aber auf dem Papier nur halb so wild wie auf der Haut, scherzt sie. Wichtig sei immer, die individuellen Stärken und Schwächen zu (er)kennen und daraus einen eigenen Stil zu entwickeln. Bei Saskia Klotz sind das weniger realistische Portraits und mehr Gegenstände oder Tiere mit klaren Linien und kleinen Punkten.

Neben der eigenen „Handschrift“, der richtigen Technik und ein bisschen Talent brauche es aber vor allem eines beim Zeichnen: Geduld. „Das ist alles ein Lernprozess“, betont Klotz. Auch sie als „Profi“ habe während der Corona-Zeit viel zu Hause geübt, verrät die 30 Jahre alte Freudenbergerin. „Man muss immer am Ball bleiben. Das ist das Wichtigste.“

Autor:

Alexandra Pfeifer

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