Im Aquarium und auf dem Teller

Diese Prachtexemplare veranschaulichen, wie heimische Fische aussehen. Andere haben da weniger Glück – sie landen anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Sportfischervereins Hüttental auf dem Teller der hungrigen Gäste. Foto: wette
  • Diese Prachtexemplare veranschaulichen, wie heimische Fische aussehen. Andere haben da weniger Glück – sie landen anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Sportfischervereins Hüttental auf dem Teller der hungrigen Gäste. Foto: wette
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wette Geisweid. Mit einer Aktionswoche und einem Festwochenende feiert der Sportfischerverein Hüttental in diesen Tagen sein 50-jähriges Bestehen. „Die Woche hat es in sich“, weiß der Vorsitzende Günter Fahl nicht nur um die zahlreichen Angebote, mit denen der Verein auf sich aufmerksam machen möchte, sondern insbesondere auch um die bevorstehende Arbeit.

So ist beispielsweise das Vereinsheim in Geisweid, Hofbachstraße 102, täglich von 8 bis 18 Uhr besetzt, um Besucher unter anderem die Wanderausstellung Flusskrebse in Nordrhein-Westfalen und Tier-Präparationen sehen zu lassen. Informationen rund um das Elektrofischen, den Blinkerbau oder den Castingsport gibt es ebenso wie Aquarien, in denen heimische Fische und Krebse zu bestaunen sind. Schulklassen, die sich angemeldet haben, hören noch bis einschließlich Freitag spannende Vorträge mit verschiedenen Inhalten. In Verbindung mit den Jubiläumsfeierlichkeiten findet am Wochenende das 10. Geisweider Fischerfest auf dem Vereinsgelände statt. Beginn ist am Samstag und Sonntag jeweils um 10 Uhr. Während einer Feierstunde, die wiederum am Samstag um 15 Uhr im Festzelt beginnt, sollen die ersten 50 Vereinsjahre resümiert werden.

Und die, so Günter Fahl vorab im SZ-Gespräch, hatten ihre Höhen und Tiefen. Am 4. April 1959 wurde der Zusammenschluss von 22 Naturfreunden des Angelfischens gegründet – als „Sportfischerverein Klafeld-Geisweid“. Geangelt wurde an Weihern im näheren Umfeld. Der Wunsch, ein eigenes Gewässer zu besitzen, war aber schon damals vorhanden – allein am Finanziellen scheiterte es. Schließlich wurde ein kleines Stück der Breitenbachtalsperre angepachtet. 1965 erfolgte dann die Namensänderung; seither heißt der Verein Sportfischerverein Hüttental. „Die damalige Vereinsführung hatte dann das Glück, das Dumicke-Vorbecken an der Biggetalsperre pachten zu können.“ Das, so Günter Fahl, sei ein Highlight für den ganzen Verein gewesen, was sich auch in steigenden Mitgliederzahlen bemerkbar gemacht habe – über 160 Mitglieder habe der Sportfischerverein in dieser Zeit gezählt. Heute sind es 100 Mitglieder; rund 20 umfasst die Jugendgruppe mit ihren Jugend-Castinggruppen.

Apropos Casting: „1974 kam dann das erste Mal das Casting ins Gespräch“, so Günter Fahl. Unter dem Castingsport verstehe man das Werfen mit speziellen Ruten auf Ziel und Weite.

Damals seien auch die Fließgewässer noch stark verschmutzt gewesen: „Es gab Fische. Aber die zu verzehren hat sich keiner gewagt. Heute hingegen ist jeder Fisch, den man fangen darf, auch schmackhaft“, erinnert sich der Vorsitzende an Zeiten, in denen das Wasser der Ferndorf rot gewesen sei. „Aus unserem Verein heraus gründete sich dann auch die Fischereigenossenschaft Siegen“, erklärt Günter Fahl. Als es dann Ende der 70er Jahre zu Problemen mit dem Dumicke-Becken kam, schauten sich die Sportfischer nach Alternativen um – und fanden sie in Pachtstrecken der Fischereigenossenschaft. „Auch heute noch bewirtschaften, hegen und pflegen wir als Vereinsgewässer Teilstrecken von heimischen Fließgewässern wie Sieg, Alche, Weiß, Ferndorf, Birlenbach und Sohlbach mit den zuführenden Bächen“, sagt Günter Fahl. Des weiteren stehen zurzeit der große und der kleine Schwanenteich im Geisweider Wenscht als Fischgewässer zur Verfügung, wobei letzterer als Lehrteich für die Jugend genutzt werde. Stolz sind die Mitglieder auf ihr Vereinsheim, das im Oktober 2005 offiziell in Betrieb genommen wurde. „Man kann sagen, dass von der Planung bis zur Fertigstellung zehn Jahre vergangen sind“, sagt der seit 14 Jahren amtierende Vorsitzende: „Vieles am Heim ist in Eigenleistung erbracht worden. Bei 10 000 Stunden haben wir aufgehört zu zählen.“ Rund 300 000 Euro habe das Schmuckstück, das durch die Ersparnisse des Vereins und viele Fördergelder überhaupt erst realisiert werden konnte, gekostet.Wird nun am Samstag ab 18 Uhr das Tanzbein geschwungen, so finden die Feierlichkeiten dann am Sonntag ihren Abschluss, wenn ab 11 Uhr der große Frühschoppen mit dem Musikzug der freiwilligen Feuerwehr Netphen stattfindet.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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