Immer mehr Ausländer wollen Siegener werden

Zahl der Einbürgerungsanträge in diesem Jahr gestiegen

Siegen. Mit dem letzten Tag des Jahres verstreicht auch die Frist für ausländische Kinder, die im Zeitraum vom 2. Januar 1990 bis zum 31. Dezember 1999 in Deutschland geboren wurden, einen Antrag auf Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft zu stellen. Die Eltern, die zum Zeitpunkt der Geburt ihres Kindes seit acht Jahren ihren rechtsmäßigen Aufenthalt im Bundesgebiet hatten, eine Aufenthaltsberechtigung hatten oder seit drei Jahren eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis besaßen, können für ihre Kinder einen entsprechenden Antrag noch bis zum Jahresende stellen, das teilt die Stadt Siegen in einer Pressemitteilung mit.

Das Bürgeramt der Stadt Siegen unterstützt und berät bei Fragen zur Einbürgerung. Dort können auch Termine für eine persönliche Beratung vereinbart werden. Auch der Ausländerbeirat der Stadt Siegen informiert unter dem Titel „Einbürgerung jetzt!” mit zwei Veranstaltungen über die Möglichkeit einer Einbürgerung von Kinder nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz.

Seit der Novellierung des Staatsangehörigkeitsrecht in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr besitzen ab dem 1. Januar 2000 in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern per Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft, in Siegen sind dies laut Stadtverwaltung bis heute 80 Kinder. Gegenüber 1999 ist eine erhebliche Zunahme der Einbürgerungsanträge zu verzeichnen. Bis Ende Oktober wurden insgesamt 314 Einbürgerungsanträge (503 Personen) gestellt. Davon wurden 222 Anträge positiv entschieden, das heißt insgesamt erhielten 343 Personen die Deutsche Staatsbürgerschaft. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres wurden nur 263 Anträge (380 Personen) gestellt Nach bisherigen Erfahrungen, so Stefanie Büdenbender vom Bürgeramt, sei dies in erster Linie auf die verkürzten Aufenthaltszeiten zurückzuführen. Die Zunahme verteile sich relativ gleichmäßig auf alle Staaten und Nationalitäten. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Die weitaus größte Zahl der Einbürgerungsanträge werde von türkischen Staatsangehörigen gestellt. Die mündlichen Sprachtests, bisher nur in schriftlicher Form verlangt, hätten bis auf einzelne Ausnahmen keine große Hürde für die Einbürgerungswilligen dargestellt. Auch die höhere Gebühr von 500 DM (vorher 100 DM) habe zu keiner nennenswerten ablehnenden Reaktion geführt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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