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Alle arbeiten "für die eine wichtige Sache"
Impfengel im Einsatz gegen Corona

Impfen im Minutentakt – auch im Eiserfelder Impfzentrum werden täglich durchschnittlich 1200 Menschen gegen das Coronavirus geimpft.
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  • Impfen im Minutentakt – auch im Eiserfelder Impfzentrum werden täglich durchschnittlich 1200 Menschen gegen das Coronavirus geimpft.
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gro Eiserfeld. Zu Hause bleiben, Homeoffice, die Kinder bespaßen, für die Großeltern einkaufen und die Ausgangssperre einhalten: Diese Dinge bestimmen derzeit unseren Alltag. Doch es gibt sehr viele Menschen, die nicht zu Hause bleiben und im Homeoffice arbeiten können. Nicht wenige von ihnen erhoffen sich durch eine Impfung entsprechenden Schutz. Und damit so viele Leute wie möglich täglich den langersehnten Piks erhalten, arbeiten unzählige Helfer in den Impfzentren und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.
Wenn andere Frauen und Männer Feierabend machen, legen sie noch einmal richtig los. Viele arbeiten neben ihrer normalen Tätigkeit mehrmals die Woche im Impfzentrum, machen Überstunden oder verbringen ihre freien Tage in den Impfkabinen.

gro Eiserfeld. Zu Hause bleiben, Homeoffice, die Kinder bespaßen, für die Großeltern einkaufen und die Ausgangssperre einhalten: Diese Dinge bestimmen derzeit unseren Alltag. Doch es gibt sehr viele Menschen, die nicht zu Hause bleiben und im Homeoffice arbeiten können. Nicht wenige von ihnen erhoffen sich durch eine Impfung entsprechenden Schutz. Und damit so viele Leute wie möglich täglich den langersehnten Piks erhalten, arbeiten unzählige Helfer in den Impfzentren und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.
Wenn andere Frauen und Männer Feierabend machen, legen sie noch einmal richtig los. Viele arbeiten neben ihrer normalen Tätigkeit mehrmals die Woche im Impfzentrum, machen Überstunden oder verbringen ihre freien Tage in den Impfkabinen. Alle aus demselben Grund – um Menschen, ob jung oder alt, krank oder gesund, so schnell wie möglich zu helfen und die Pandemie in den Griff zu bekommen.
Auch im regionalen Impfzentrum an der Eiserfelder Straße gibt es sie, die „Impfengel“. Jeden Tag werden in sechs Impfstraßen und zwölf Kabinen durchschnittlich um die 1200 Menschen geimpft. Dank der fleißigen Helfer konnten an Spitzentagen sogar bis zu 2000 Impfungen verspritzt werden.
Die SZ hat mit fünf Helfern über ihre wichtige, stressige und gefährliche Arbeit gesprochen:

Der Notfallsanitäter

Als Notfallsanitäter beim DRK ist Swen Schulte Stress gewöhnt. Neben seiner Arbeit im Rettungswagen hilft er jetzt im Eiserfelder Impfzentrum aus. Zu seinen Aufgaben gehören das Impfen und der Papierkram, der bei jedem Patienten ansteht. „Ich mache den Job sehr gerne, damit wir schnell wieder ein besseres Sozialleben führen können“, sagt der Helfer. Außerdem erklärt er, dass die Arbeit im Impfzentrum ein netter Nebenverdienst für ihn sei. An eine Situation erinnert sich Swen Schulte gerne zurück: „Eine etwas ältere Dame kam zur zweiten Impfung und berichtete mir stolz, dass sie gut auf das Pflaster der ersten Impfung aufgepasst habe.“ Dies sind für Swen Schulte Momente, die ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Als Notfallsanitäter beim DRK weiß Swen Schulte, wie man mit Patienten jeden Alters und jeder Kultur umgeht.
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Der Apotheker

Dr. Gero von Fircks: Als Apotheker kümmert er sich um die Bereitstellung des Impfstoffes und arbeitet so parallel zur Impfstraße. In den Hinterräumen des Impfzentrums zieht er zusammen mit seinem Team die vielen Spritzen auf. „Die Schwierigkeit ist die richtige Menge an Impfdosen zum richtigen Zeitpunkt vorzubereiten“, erklärt Dr. Gero von Fircks. Mit seiner Arbeit will der Apotheker die Ärzte unterstützten, die sich so besser auf das Impfen und die Patienten konzentrieren können. „Meine Frau hält mir zu Hause den Rücken frei. Dank ihr kann ich auch nach meiner Arbeit in der Apotheke noch im Impfzentrum aushelfen“, sagt von Fircks. Und das mache er von Herzen gerne, damit die Bevölkerung schnellstmöglich durchgeimpft sei.

Als Apotheker bereitet Dr. Gero von Fircks im Hintergrund die wichtigen Impfdosen vor.

Die medizinische Fachangestellte

Hanan El-Baouch: Normalerweise ist die junge Frau als medizinische Fachangestellte nach der Arbeit zu Hause bei ihrer kleinen Tochter. Als sie von dem Impfzentrum erfahren hatte, war für sie jedoch klar, dass sie mithelfen wollte. Als MFA ist Hanan El-Baouch vor allem für die Abmeldung zuständig. Sie stellt den Geimpften am Ende die wichtige Bescheinigung aus. Als Mutter sehe sie täglich, wie ihr Kind zu Hause leide, sagt sie. „Ich möchte, dass wir schnell in die Normalität zurückkehren. Gerade für die Entwicklung der Kinder ist dies dringend notwendig“, betont die junge Frau. Toll findet sie die hoffnungsvolle Stimmung im Team und auch unter den Impfwilligen. „Die Geimpften sind so dankbar, das ist schön zu sehen“, berichtet El-Baouch.

Die medizinische Fachangestellte lobt die tolle Organisation des Eiserfelder Impfzentrums.

Der Allgemeinmediziner

Dr. Michael Klock: Als medizinischer Leiter des Impfzentrums hat der Allgemeinmediziner alle Hände voll zu tun. Neben seiner Arztpraxis in Geisweid verbringt er viel Zeit im hiesigen Impfzentrum. „Wir haben hier einfach viel mehr Kapazitäten als in den Hausarztpraxen“, berichtet Klock. Das Impfzentrum sei sehr gut strukturiert. Sollte genügend Impfstoff vorhanden sein, könnten täglich sogar mehr als 2000 Menschen geimpft werden, ein Erfolg. „Es macht einfach Spaß, zu sehen, wie sich junge und alte Menschen nach der Impfung freuen“, so Klock. Es liege jeden Tag ein Hauch von Hoffnung und Zuversicht in der Luft. Ihm sei neben dem Impfen wichtig, den Leuten die Ängste zu nehmen und sie über den Impfstoff und die Impfung aufklären.

Der Facharzt für Allgemeinmedizin arbeitet unermüdlich für ein baldiges Ende der Pandemie.

Der Chirurg

Dr. Falk Uhlig: Der Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie fühlte sich verpflichtet, etwas gegen die Pandemie und für die Gesellschaft zu tun. Neben der Arbeit in seiner Praxis arbeitet er schichtweise im Eiserfelder Impfzentrum. „Als im März klar war, dass das Impfzentrum medizinisches Personal benötigt, habe ich mich direkt beworben“, so Uhlig. Insgesamt sei er überwältigt von der tollen Teamarbeit im hiesigen Impfzentrum. „Hier arbeiten alle unermüdlich für diese eine wichtige Sache. Es ist eine tolle Absprache und eine gute hoffnungsvolle Stimmung spürbar“, hat der Arzt im Zusammenwirken mit seinen Kollegen Positives erfahren. Neben dem Impfen ist er vor allem für das Aufklärungsgespräch und die Formulare zuständig.

Als Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie beweist er auch beim Impfen ein ruhiges Händchen.
Autor:

Sarah Groos

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