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Zank um die Dosen
Impfstopp kurz nach Impfstart

Die heimischen Krankenhäuser sind sich nicht einig über die Strategie zur Immunisierung.
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juka Siegen. Nach nur zwei Tagen ist das Impfen in den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen schon wieder vorüber. Für die nächste Zeit zumindest. Denn wie den Kliniken, die für die kommenden Tage eigentlich Impfstoff bestellt hatten, am späten Dienstagnachmittag mitgeteilt wurde, steht momentan kein Impfstoff mehr zur Verfügung. Alle Krankenhäuser gehen somit ab dem heutigen Mittwoch leer aus. Auch in Siegen-Wittgenstein. 

Diakonie impft 1000 MitarbeiterBereits 1000 Mitarbeiter geimpft hat dabei die Diakonie. Am Montag und Dienstag erhielt man jeweils 500 Impfdosen und hat diese auch gleich im Impfzentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein in Eiserfeld an die Belegschaft verimpft. Entsprechende SZ-Informationen bestätigte Pressesprecher Stefan Nitz gegenüber der SZ.

juka Siegen. Nach nur zwei Tagen ist das Impfen in den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen schon wieder vorüber. Für die nächste Zeit zumindest. Denn wie den Kliniken, die für die kommenden Tage eigentlich Impfstoff bestellt hatten, am späten Dienstagnachmittag mitgeteilt wurde, steht momentan kein Impfstoff mehr zur Verfügung. Alle Krankenhäuser gehen somit ab dem heutigen Mittwoch leer aus. Auch in Siegen-Wittgenstein. 

Diakonie impft 1000 Mitarbeiter

Bereits 1000 Mitarbeiter geimpft hat dabei die Diakonie. Am Montag und Dienstag erhielt man jeweils 500 Impfdosen und hat diese auch gleich im Impfzentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein in Eiserfeld an die Belegschaft verimpft. Entsprechende SZ-Informationen bestätigte Pressesprecher Stefan Nitz gegenüber der SZ. „Die Gruppe der primär zu impfenden und impfbereiten Mitarbeiter des Diakonie Klinikums besteht aus knapp 1000 Personen“, erklärt Nitz. Gemäß den Vorgaben im Erlass habe man für diese Mitarbeiter Impfstoff bestellt und auch bekommen. "Eine ,Bestellung für alle‘ gab es nicht“, betont Nitz. Für den Rest der Woche habe man zudem eine weitere Lieferung erwartet.

Unmut beim Marien-Krankenhaus

Unmut über die die ausbleibenden Lieferungen gibt es auch im Marien-Krankenhaus. „Mitarbeitende wie Klinikleitung sind von dieser Hiobsbotschaft erschüttert“, berichtet Pressesprecher Christian Stoffers. Man sei bis zum späten Nachmittag davon ausgegangen, sukzessive Impfstoffauslieferungen zu erhalten. Indirekt Kritik übt Stoffers auch an anderen Häusern, die große Mengen an den einzelnen Tagen bestellt haben. „Eine große Sammelbestellung für alle impfbereiten Mitarbeitenden erscheint uns auch aus ethisch-moralischen Gesichtspunkten nicht geboten, da es sonst zu einem Verdrängungswettbewerb kommt, der letztendlich die Gesundheitsversorgung in der Region gefährdet“, führt der Pressesprecher aus. Daher habe man sich streng an die Vorgaben gehalten. Am Montag wurden im Marienkrankenhaus, das zusammen mit dem Kreisklinikum die Hauptlast von Covid-19-Patienten trägt 70, am Dienstag 120 weitere Mitarbeiter geimpft.

Bestellung des Impfstoffs über Impfzentrum

Die Bestellung der Impfstoffe lief dabei zentral über das Impfzentrum. Für jeden Tag konnten die Klinken dort ihre Dosen bestellen. Eine Grenze nach oben gab es dort laut Kreis-Pressesprecher Thorsten Manges nicht. „Es musste auch niemand vorweisen, für wen die Impfungen verwendet werden“, so Manges. Die Unterschiede beim Impfauftakt zwischen den Häusern habe auch mit der Herangehensweise zutun. Während die Diakonie auf die Infrastruktur des Kreises zurückgreift und möglichst schnell viele Mitarbeiter geimpft haben möchte, hätten sich die anderen Einrichtungen dazu entschlossen, sukzessive die Belegeschaft in den eigenen Räumlichkeiten zu versorgen.

Bereits vor dem Impfstart getroffen hat es nach SZ-Informationen die Vamed-Klinik in Bad Berleburg. Dort sollte es am Dienstag losgehen, Impfstoff kam allerdings nicht mehr an.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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