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Turbo bei Pädagogen von Grund- und Förderschulen sowie Kita-Mitarbeitern gezündet
Impfzentrum wird zum Lehrerzimmer

Rein in den Oberarm mit der ersten Corona-Impfspritze: Die Medizinisch-Technische Assistentin Uta Steiner (l.) impft Lehrerin Carolin Stenger (Bildmitte) von der Stahlberg-Grundschule in Müsen am Dienstag im Beisein von Dr. med. Birgit Klöckner (r.).
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  • Rein in den Oberarm mit der ersten Corona-Impfspritze: Die Medizinisch-Technische Assistentin Uta Steiner (l.) impft Lehrerin Carolin Stenger (Bildmitte) von der Stahlberg-Grundschule in Müsen am Dienstag im Beisein von Dr. med. Birgit Klöckner (r.).
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rege Siegen. Zu wenig Impfstoff, fehlende Schnelltests, katastrophale Organisation: Die führenden Politiker mussten in den vergangenen Wochen für ihr Missmanagement von allen Seiten verbale Prügel einstecken. Doch jetzt wollen die Verantwortlichen den „Impf-Turbo“ zünden. Der anfängliche Engpass bei den verfügbaren Impfstoffmengen soll im März beseitigt sein. Auch wenn von „Turbo“ bisher noch keine Rede sein kann, im Siegener Impfzentrum geht es momentan rund. Es geht aber nicht nur rund, sondern der Impfstart für Lehrkräfte von Grund- und Förderschulen sowie Kita-Mitarbeitern läuft auch rund. 1700 Impfdosen stehen für die genannten Berufsgruppen in dieser Woche zur Verfügung. In den nächsten beiden Wochen folgen 2600 weitere Dosen.

rege Siegen. Zu wenig Impfstoff, fehlende Schnelltests, katastrophale Organisation: Die führenden Politiker mussten in den vergangenen Wochen für ihr Missmanagement von allen Seiten verbale Prügel einstecken. Doch jetzt wollen die Verantwortlichen den „Impf-Turbo“ zünden. Der anfängliche Engpass bei den verfügbaren Impfstoffmengen soll im März beseitigt sein. Auch wenn von „Turbo“ bisher noch keine Rede sein kann, im Siegener Impfzentrum geht es momentan rund. Es geht aber nicht nur rund, sondern der Impfstart für Lehrkräfte von Grund- und Förderschulen sowie Kita-Mitarbeitern läuft auch rund. 1700 Impfdosen stehen für die genannten Berufsgruppen in dieser Woche zur Verfügung. In den nächsten beiden Wochen folgen 2600 weitere Dosen.

Ins Impfzentrum eingeladen sind insgesamt 890 Lehrkräfte, 24 sozialpädagogische Fachkräfte, knapp 2400 Erzieherinnen und Erzieher sowie etwas mehr als 300 Tagespflegepersonen. „Für diese Zielgruppe ist somit ausreichend Impfstoff vorhanden“, versichert Torsten Manges, der Pressesprecher des Kreises Siegen-Wittgenstein.

Lehrer holten sich am Sonntag ersten Piks

Bereits am Sonntag holten sich die ersten Lehrerinnen und Lehrer ihren ersten Piks an der Eiserfelder Straße ab. „Das Portal, über das die Termine für das Siegener Impfzentrum gebucht werden können, ist am Freitagnachmittag offiziell freigeschaltet worden. Die Informationen, wie es läuft, kamen recht spät, aber dann ging es ganz schnell. Ich habe für alle Berechtigen Termine gebucht, Sonntag ging es schon mit den ersten Impfungen los“, berichtete die Schulleiterin der Grundschule Alchen, Tanja Kreutz, von einem reibungslosen Ablauf. Sie habe die Impftermine über die ganze Woche verteilt, damit im Fall von Nebenwirkungen immer Vertretungskräfte zur Verfügung stehen.

Für die gleiche Taktik hat sich der Leiter der Erndtebrücker Grundschule entschieden. „Ich habe am Montag knapp 30 Personen für verschiedene Tage angemeldet. Die Anmeldung lief online und war kein Problem. Eine paar Termine fehlen noch, aber bisher sind vom Impfzentrum auch nur die Tage in dieser Woche freigeschaltet“, ist Thorsten Denker sicher, dass bis zum 26. März alle Interessierten seiner Schule mit der ersten Dosis versorgt sein werden.

Lehrer von weiterführenden Schulen müssen sich gedulden

Während die geimpften Grundschul-Pädagogen etwas aufatmen können, müssen sich die Kollegen der weiterführenden Schulen noch gedulden, denn wann die „Impf-Ampel“ für sie auf Grün geschaltet wird, ist derzeit noch völlig offen. Sie werden während ihrer Arbeitszeit noch etwas länger mit der Angst vor dem Virus leben müssen.

Ins Impfzentrum eingeladen sind insgesamt 890 Lehrkräfte, 24 sozialpädagogische Fachkräfte, knapp 2400 Erzieherinnen und Erzieher sowie etwas mehr als 300 Tagespflegepersonen.
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Immerhin verhelfen die kostenlosen Schnelltests den Lehrkräften der weiterführenden Schulen zu etwas mehr Gewissheit bezüglich des Status quo. „Das führt zumindest zu einer inneren Sicherheit. Dabei geht es aber auch um die Verantwortung den Kollegen und Schülern gegenüber, möglichst schnell Bescheid geben zu können, wenn doch was passiert ist“, begrüßt die Schulleiterin der Gesamtschule Wenden, Julia Cruz-Fernandez, die wöchentlich zweimal möglichen Gratis-Tests, die die Wendener Lehrer in den Testzentren oder bei ihrem Hausarzt wahrnehmen können.

Selbsttests für Schüler wohl nach Osterferien

Während die Kollegen der Alchener Grundschule sich ihre Test-Termine ebenfalls individuell organisieren, gibt es in der Erndtebrücker Grundschule zumindest noch einen zentralen Test im Schulgebäude. In der Gemeinde Neunkirchen wurde für alle Schulen eine zentrale Testmöglichkeit eingerichtet. „Die Lehrer und Mitarbeiter aller Neunkirchener Schulen können sich immer dienstags und donnerstags im Otto-Reifenrath-Haus testen lassen“, erklärte Dietmar Schäffer, der stellvertretende Leiter des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums.

Der anfängliche Engpass bei den verfügbaren Impfstoffmengen soll im März beseitigt sein.
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So weit, so gut – für die Pädagogen. Ob, wie, wann und wo die angedachten Schnelltests für Schülerinnen und Schüler noch eingeführt werden – eine Frage, die die Politiker irgendwann beantworten werden. Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) teilte am Dienstag mit, dass intensiv daran gearbeitet werde, nach den Osterferien regelmäßige Selbsttests für Schüler und Lehrkräfte anzubieten. Das Land hat neun Millionen Antigen-Schnelltests bestellt, die für die hessischen Schüler, Lehrkräfte und Kita-Erzieherinnen bereitgestellt werden sollen. Da sollte es ja eigentlich kein Problem sein, auch in Düsseldorf einen Bestellschein auszufüllen …

Autor:

René Gerhardus (Redakteur) aus Siegen

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