In 30 Minuten war alles passiert

 Zu einem letzten Gruppenbild in dieser Funktion stellte sich der Vorstand des nun nicht mehr existierenden Bad Berleburger Gemeinschaftsvereins auf. Foto: fhe
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fhe - Der Gemeinschaftsverein Bad Berleburg ist Geschichte – mit der Mitgliederversammlung auf Hof Mühlbach wurde die Auflösung des Vereins nun ganz offiziell gemacht: Mit 16 wahlberechtigten Stimmen sowie vier zusätzlichen Vereinsstimmen konnte eine klare Dreiviertel-Mehrheit erreicht werden, lediglich zwei Personen enthielten sich ihrer Stimme.

Nicht zuletzt in der Jahreshauptversammlung am 11. April war klar geworden: Der Verein sieht für sich in Bad Berleburg keine klaren Aufgaben mehr und unter den Mitgliedern machte sich der Wunsch nach einer Auflösung des Vereins breit. Damals stimmte bereits die Mehrheit der Mitglieder für das Ende des Vereins, lediglich eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen waren als Ausnahmen zu nennen. Nach der Satzung laut § 13 kann jedoch „die Auflösung nur in einer eigens hierzu einberufenen Mitgliederversammlung mit Dreiviertel-Mehrheit beschlossen werden“. Eben um diese Formalität ging es am Freitagabend. Die bis dato noch 1. Vorsitzende Gabi Born freute sich über die doch rege Beteiligung – das habe in vergangenen Sitzungen oder Versammlungen überschaubarer ausgesehen.

Otto Marburger stellte ein aus seiner Sicht wichtiges Anliegen in den Raum. Auch er sehe zwar keine andere Möglichkeit als die Auflösung des Vereins, trotzdem habe er die Bitte: „Lasst uns in Zukunft bei Problemen einig miteinander streiten.“ Man habe wohl die falsche Zeit erwischt, dennoch hofft er, dass es „trotzdem weiter läuft und zu Gunsten dieser Stadt nach vorne geht“. Auch Klaus Daum unterstützte dies: Im Laufe der Jahre habe sich eine intensive Zusammenarbeit entwickelt: „Das ist auch ohne den Gemeinschaftsverein möglich“.

Mit „nur 15 Mann“ wurde der Verein seinerzeit aufgebaut, am Freitag dauerte es keine halbe Stunde, bis er Geschichte war. Eine Ausschüttung des teilweisen Vermögens ist bereits an sechs Vereine erfolgt, die – dem Verein nach zu urteilen – sich am ehesten den eigenen potentiellen Aufgaben annehmen und um die Belange eines intakten sozialen Miteinanders zwischen Vereinen und Menschen kümmern.

Insgesamt 4000 Euro wurden unter der Landjugend Wittgenstein, dem Heimatverein für Landwirtschaft und Brauchtum, der Kyffhäuser Kameradschaft, dem Berleburger Verkehrs- und Heimatverein, die Kulturgemeinde sowie dem Raumländer Dachverein „1200 Jahre Rumilingene“ aufgeteilt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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